Jakob Purkarthofer

Artikel des Autoren

Abtreibungsschiff mit österreichischer Beteiligung kreuzt vor Guatemala

Seit Jahren segelt das Schiff immer wieder zu Ländern, in denen Frauen eine Abtreibung verboten ist. Stets im Blickpunkt der Öffentlichkeit, um das Frauenrecht auf selbstbestimmten Schwangerschaftsabbruch ins Bewusstsein zu bringen: Das Abtreibungsschiff ist nun auf Einladung mehrerer lokaler Frauenrechtsvereinigungen in Lateinamerika (Guatemala), um Frauen dort einen Schwangerschaftsabbruch in internationalen Gewässern zu ermöglichen.

Doku über Kindesmissbrauch für Filmfestival nominiert

Ein österreichischer Film zu einem bedrückenden Thema wurde zu einem wichtigen US-Filmfestival eingeladen. Das Slamdance Filmfestival zeichnet als Alternative zum Sundance Festival seit 1995 Independant-Filme aus, und "Die Kinder lassen grüßen" (engl. Titel: "The Children Send Their Regards") ist nun im Rennen für die wichtige Filmauszeichnung.

Katholischer Fundamentalismus in Italien

Für Empörung sorgt der Tod der 32jährigen Valentina Milluzzo am 16. Oktober 2016. Sie war im fünften Monat schwanger und wegen einer Fehlgeburt seit zwei Wochen im Krankenhaus in ihrer Heimat Sizilien gelegen. Dort verstarb sie an einer Blutvergiftung vor den Augen der Ärzte, die untätig blieben. "Aus Gewissensgründen" verweigerten sie der Frau die medizinisch notwendige Beendigung der Schwangerschaft weil beim Fötus noch ein Herzschlag wahrnehmbar war – obwohl der Fötus keinerlei Überlebenschance mehr hatte. "Meine Tochter schrie vor Schmerzen und der Arzt sagte, er könne nichts tun", sagt Valentinas Vater im Interview.

Filmpremiere: "Die Kinder lassen grüßen"

Erstmals in Österreich sprechen Menschen, die von Priestern und Nonnen missbraucht wurden, offen über das, was ihnen angetan wurde. Begleitet von der Kamera suchen die Betroffenen die Tatorte von damals auf, viele machen ihre Geschichten erstmals öffentlich, ihre Familien erfahren mitunter zum ersten Mal von diesem verschwiegenen Schmerz. Nach zweijähriger Drehzeit liegt ein Sittenbild der Gewalt, Vertuschung und der Heuchelei vor, ein Einblick in das wohl größte Verbrechen der Nachkriegszeit, von dem rd. 16.000 Menschen betroffen sein dürften. Der sexuelle Missbrauch durch Kirchenangehörige bleibt ein Trauma quer durch die Gesellschaft.

Schattenkinder

Verantwortung statt "Geste der Verantwortung"

Eine sogenannte "Geste der Verantwortung" zur sexuellen Gewalt durch die Kirche haben Kardinal Schönborn und Parlamentspräsidentin Doris Bures nun für den 17. November 2016 angekündigt. Die verstorbene NR-Präsidentin Barbara Prammer hatte hier mehr Feingefühl bewiesen und hat vor drei Jahren eine Veranstaltung der kircheneigenen Klasnic-Kommission unter Ausschluss der betroffenen Kirchenopfer im Hohen Haus unterbunden.

Bei einer Demo für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung

Wie "Fakten Helfen"-Initiative die Öffentlichkeit hinters Licht führen will

"Täuschung der Öffentlichkeit" muss sich die von der Bischofskonferenz geförderte "Aktion Leben" im Rahmen des parlamentarischen Ausschusses am 6.10. vorwerfen lassen. Sie hatte ein Bürgerpetition mit der Forderung nach mehr Daten zum Schwangerschaftsabbruch gestartet – was von Fachkräften als Angriff auf die Fristenlösung bezeichnet wurde, weil es bereits ausreichend zuverlässige Daten gibt.

Screenshot der Webseite der "Aktion Leben"

Wer steckt hinter der "Aktion Leben"

WIEN. (hpd/ots) Die von Kardinal König und dem Jesuitenpater Strangfeld gegründete "Aktion Leben" macht derzeit wieder Werbung für ihre parlamentarische Petition "Fakten helfen", die letztlich auf eine Verschärfung der Fristenlösung abzielt. Die Initiative gegen Kirchenprivilegien fordert daher ein Ende der Täuschungsmanöver.