Kommentar

Denn Geiz sei gottlos...

(hpd) Mit niedlichen Teufelchen startete die katholische Organisation Adveniat eine Geiz-ist-gottlos-Kampagne. Um für sich selbst Gelder einzuwerben, versteht sich, und gegen Probleme anzugehen, die die Kirche selbst verursacht hat.

Kosovo: Eyes Wide Shut

WIEN. (hpd) Nach gewalttätigen Ausschreitungen in serbischen Enklaven im Norden des Kosovo wird Österreichern und vielen Deutschen klar, dass Militäreinsätze kein Kinderfasching sind. Weniger klar wird, dass die internationale Politik maßgeblich zur Eskalation beigetragen hat. Eine Analyse und ein Kommentar.

Der Rechtsterrorismus im Verborgenen

BRÜHL. (hpd) Die Erkenntnis, dass eine im Kern aus drei Neonazis bestehende Gruppierung mit der Bezeichnung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) zwischen 2000 und 2007 neben Banküberfällen und Sprengstoffanschlägen zehn Morde beging, erschüttert gegenwärtig Gesellschaft und Staat. Versuch einer Antwort auf zehn Fragen.   Von Armin Pfahl-Traughber  

Weiter ohne "ordentlichen" Religionsunterricht

BERLIN.(hpd) Was die Einen als Erfolg des Volksbegehrens 2009 fei­er­ten und fei­ern, stößt Anderen sauer auf. Jetzt kommt zu der Enttäuschung aus ’09 die nächste Schlappe hinzu: obwohl die CDU nun in Berlin mit an der Macht ist, konnte sie sich mit ihrer Forderung, den Religionsunterricht zu einem ordent­li­chen Lehrfach machen zu wol­len, in den Koalitionsverhandlungen nicht durch­set­zen.

Nazi-Morde: Der Staat und die Opfer

BERLIN. (hpd) Zwischen September 2000 und April 2007 töten Mitglieder einer rechtsextremistischen Terrorzelle insgesamt zehn Menschen. Bei den Opfern handelt es sich um acht Männer türkischer Herkunft, einen Griechen und eine Polizistin. Staat und Behörden verorten die Taten im privaten Umfeld der Opfer. Die Aufklärung der Mordserie ist von Ermittlungsfehlern und der bislang ungeklärten Rolle des Verfassungsschutzes gekennzeichnet.

Der Mensch ist mehr als sein Genom!

(hpd) Verfahren, welche die Zerstörung von Embryonen erfordern, dürfen nicht patentiert werden. Dieses Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist allerdings juristisch wie moralisch bedenklich. Die Rechtspraxis in europäischen Ländern spricht Embryonen keineswegs einen Menschenrechtsstatus in diesem Ausmaß zu, wie man am Beispiel der Abtreibung und der Präimplantationsdiagnostik unschwer erkennen kann.

Die Menschenwürde des befruchteten Eies

LUXEMBURG. (hpd) Vergangene Woche entschied die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs, auf Verfahren mit menschlichen Stammzellen dürfe kein Patent erteilt werden. Ihre Argumentation weist bei der Analyse eine vollkommene Übereinstimmung mit der extremsten aller ideologischen Ansichten auf, nämlich der Position der vatikanischen theologischen Lehre, nach der eine befruchtete Eizelle bereits ein Mensch sei und damit Menschenwürde habe.

Ungarn – der Weg zurück

(hpd) Europa und die Welt reden über die Finanzkrise, die sich - einem Krebsgeschwür gleichend - immer weiter ausbreite. Die Therapien gegen diese Wucherung sind so mannigfaltig wie wirkungslos. Nicht zuletzt liegt dies an fragwürdigen „Heilkünstlern“ vom Schlage eines Ronald Pofallas, der sich in plebejischer Manier mit seinem CDU-Parteikollegen Wolfgang Bosbach in die Haare gerät und nur noch auf diese Weise auf sich aufmerksam machen kann.

Endlich geht ER dahin, wo er hingehört...

FREIBURG. (hpd) Nun ist der Spuk vorbei. Was aber wird nach Jahrzehnten von den unter demokratischer Perspektive würdelosen Auftritten übrig sein? Vergessen, allenfalls Scham. Die Hymnen der Papstbejubler werden nicht das letzte Wort sein. Wir müssen nur abwarten.