Menschenaffen

Jeder kann zum Dschungelforscher werden

BERLIN. (hpd) Auf chimpandsee.org kann jeder dazu beitragen, das Wissen um die Schimpansen im Taï-Nationalpark in der Elfenbeinküste zu voranzutreiben. Jeder kann selbst zum Forscher werden. Tausende von Filmschnipseln gilt es zu sichten und zu bestimmen. Verteiltes Beobachten lautet die Devise.

Eine Äffin lernt die Menschen verstehen

BERLIN. (hpd) "Wird Koko die erste weiße protestantische Gorillafrau?" fragt eine männliche Stimme in Barbet Schroeders "Koko, die sprechende Gorillafrau". Der 1978 gedrehte Dokumentarfilm läuft derzeit in der Ausstellung "Ape Culture/Kultur der Affen" im Berliner Haus der Kulturen der Welt. Mit 300 Worten der Taubstummensprache, die Koko produzieren konnte, 300 weiteren, die sie verstand, konnte sie sogar lügen, aber scheinbar auch ihr Gewissen erkunden.

Hand eines Orang-Utans (aufgenommen im Berliner Zoo)

Geräuschvolles Küssen als Drohgebärde

BERLIN. (hpd) Mit einem warnenden Schmatzlaut reagieren Orang-Utans auf Gefahren. Er soll aber auch dem potenziellen Angreifer mitteilen, dass man selbst kein Leichtgewicht ist. Junge Orangs bluffen, fanden jetzt Forscher heraus, indem sie den Ton mit vorgehaltener Hand erheblich tiefer klingen lassen, um größer und stärker zu wirken, als es wirklich der Fall ist. Sie modulieren ihre Stimme so bewusst manuell.

Planet der Affen

In der NZZ erschien am vergangenen Wochenende ein längerer Artikel über das Leben und Wirken von Jane Goodall.

Im Labor

Aufzucht und Alkohol

BERLIN. (hpd) Schimpansenmütter werden weniger einzelgängerisch, wenn sie Söhne haben, denen sie damit das Jagen in Gruppen beibringen. Sie sind geschickt im Umgang mit Werkzeugen, können aber nicht geschickter werden, als es in ihren Genen liegt. Und weshalb schon die Großen Menschenaffen Gefallen am Alkohol fanden, wird ebenfalls erwähnt.​

Schimpanse im Walter Zoo, Gossau SG, Schweiz

Gibt es eine Grammatik der Schimpansen?

BERLIN. (hpd) Die Schimpansen des Taï-Nationalparks in der Elfenbeinküste mögen Nauclea-Früchte. Die junge kanadische Primatenforscherin Ammie Kalan vom Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig fand heraus, dass sie nahe dieser Fruchtbäume stets einen spezifischen Futterruf ausstoßen. Dabei ändern sie ihn in der Tonhöhe, je nachdem, wie groß der Nauclea-Baum ist. Im Interview mit dem hpd erläutert Ammie Kalan die Bedeutung dieser Entdeckung.

Orang-Utan-Dame im Berliner Zoo

Habeas Corpus für eine Orang-Utan-Dame im Zoo

BERLIN. (hpd) Die Tierschutzorganisation Afada forderte vor einem argentinischem Gericht in Buenos Aires eine “Habeas Corpus-Garantie” für Sandra. Sie ging davon aus, dass die Orang-Dame als Gefangene zu betrachten sei. Sie forderten für die 29-jährige, die derzeit noch im Hafenzoo der Hauptstadt leben muss, eine angemessene Unterbringung zusammen mit Artgenossen.

Romanautoren entdecken die Menschenaffen

(hpd) Die Gefährdung der letzten großen Menschenaffen bewegt jetzt auch die Schriftsteller. In Amerika gibt es schon lange, seit Henry David Thoreau, ein Genre “Literature of Nature”. Kein Wunder, dass von dort auch die ersten Romane kommen, in denen sie zu Protagonisten werden.

Gibbon

Gibbons – Meister im Singen und Swingen

(hpd) Gibbons sind die kleinsten unserer nahen Verwandten, der Menschenaffen. Jeden Morgen beginnen die Pärchen mit einem aufeinander abgestimmten Duettgesang. Von ihm lässt sich manches auf die Entstehung des menschlichen Gesangs rückschließen. Am Anthropologischen Institut der Universität Zürich erforscht man die Gibbons seit einigen Jahren. Eine Ausstellung und eine Begleitbroschüre mit wunderbaren Fotos informieren über diese Erkenntnisse.