Religionskritik

Zwischen Theo-Populismus und heiliger Pornografie

Der wahhabitische Islam aus Saudi-Arabien überflutet die Welt im Netz mit seiner Propaganda. Darin rufen salafistische Prediger zum weltweiten Dschihad auf und Versprechen im Gegenzug 72 Jungfrauen im Paradies. Davon fühlen sich vor allem junge und sexuell frustrierte Menschen angesprochen. Der algerische Regisseur Merkaz Allouache hat in seiner Heimat die Folgen dieser religiösen Einflussnahme untersucht, sein sehenswerter Film "Investigating Paradise" erzählt davon.

Religionskritik, Rassismus und politische Debatte im Kinosaal

Eine junge algerische Journalistin taucht mit der Kamera ein in die Welt des slawistischen Islam, zwei junge Filmemacher erkunden den Kosmos einer jungen schwarzen Frau im rassistischen Amerika und eine französische Nachwuchsfilmerin begleitet zwei Schwestern aus der Minderheit der Jenischen in ihrem Alltag. Außerdem präsentiert die Berlinale Filme zu den politischen Folgen der Wirtschaftskrise in Südeuropa und zum Krieg in der Ukraine sowie einen hochbrisanten friedenspolitischen Appell.

Dieter Nuhr

Nu(h)r nicht senden!

Aktuell macht ein einstündiges Radioportrait des Kabarettisten Dieter Nuhr im Internet die Runde. Das Feature beleuchtet Nuhrs Religions- und Kirchenkritik. Der Skandal daran: Kein öffentlich-rechtlicher Sender in Deutschland traute sich an die Produktion des Stoffes heran.

Vandalismus an Heiligenstatuen

Seit September wurden im Kreis Coesfeld in Nordrhein-Westfalen insgesamt 28 Fälle der Sachbeschädigung an christlichen Heiligenstatuen durch die Polizei aufgenommen. Der nun ermittelnde Staatsschutz hält ein religiöses bzw. anti-religiöses Motiv für durchaus realistisch.

Der überfällige Abschied von Götzenbildern

Gemäß der Grundthese "Wissen ist mehr wert als Glauben" erläutert der Autor als Ich-Erzähler in sachlich klarer Sprache und mit sehr plausiblen Argumenten, dass es sich bei Gott/Göttern nur um die Erfindung von Menschen handeln kann. Er will sein Buch als "Tabubruch" im positiven Sinn verstanden wissen; als Appell, über "Gut" und "Böse" und über Fragen der Gerechtigkeit - ohne Rückzug auf vermeintlich von Göttern inspirierte "Autoritäten" - kritisch nachzudenken (S 318). Das Gebot, Inhalte zu glauben, sei durch ein Gebot, diese zu hinterfragen und geglaubte Inhalte im Hinblick auf ihren Wahrheits- und Qualitätsgehalt zu analysieren, zu ersetzen.

Eine Reise zu sich selbst

BERLIN. (hpd) Ich habe mich mit Urlaubslektüre eingedeckt. Und was liegt näher, als im Urlaub ein Buch des “bekanntesten deutschen Reiseschriftstellers” (Zitat im Klappentext) zu lesen? Allerdings ist mir Altmann weniger wegen seiner Reiseberichte bekannt geworden, sondern vielmehr wegen seines umwerfenden Buches “Das Scheißleben meines Vaters, …“ sowie aktuell “Dies beschissen schöne Leben“.