Inge Hüsgen

Die Autorin ist die Chefredakteurin des "Skeptiker", der Vierteljahreszeitschrift der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) sowie Redakteurin beim Humanistischen Pressedienst.

Artikel der Autorin

Aktenberge

"Wir brauchen nach 15 Jahren keine Bitte um Verzeihung mehr"

Ein stetiges Verharmlosen und Wegschauen – das attestiert die Unabhängige Aufarbeitungskommission Augsburg dem Bistum in ihrer kürzlich veröffentlichten Studie zum Umgang mit sexueller Gewalt an Minderjährigen durch Kirchenleute. Bischof Bertram Meier zeigte sich von den Ergebnissen "entsetzt", die Kommission empfiehlt Präventionsarbeit und Betroffenenfürsorge. Doch all diese Maßnahmen bleiben Makulatur, solange die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals allein in den Händen der Kirche liegt, sagt David Farago von der Giordano-Bruno-Stiftung. Er fordert, dass staatliche Ermittler die Sache übernehmen.

Kinder sammeln am Halloween-Abend als Gespenster & Co. verkleidet Süßigkeiten

Happy Halloween, ihr Exorzisten!

Heute, sobald die Dunkelheit hereinbricht, wird Halloween gefeiert, das Fest der Gruselgestalten. Den katholischen Exorzisten gefällt das gar nicht, halten sie Halloween doch für eine Verehrung der bösen Mächte. Dabei übersehen sie die bösen, schädigenden Tendenzen ganz in ihrer Nähe.

Faisal-Moschee

Pakistan: Wie das Blasphemie-Gesetz Erpressern in die Hände spielt

In Pakistan herrscht ein strenges Blasphemieverbot. Wer in dem islamisch geprägten Land "Gotteslästerung" begeht, muss mit drakonischen Strafen rechnen und kann laut Gesetz sogar hingerichtet werden. Die Angst vor Strafverfolgung wird offenbar von einer Erpresserbande auf perfide Weise ausgenutzt. Menschenrechtsanwälte und die pakistanische Menschenrechtskommission fordern eine Aufarbeitung der Rolle von Regierung und weiterer Beteiligter.

Aktivist*innen bei den Demonstrationen für sexuelle Selbstbestimmung

Gericht: Keine Bannmeile um Abtreibungskliniken

Bilder von Babys und Föten sowie Versammlungen mit Gebeten "für lebende und sterbende ungeborene Kinder" – all das ist laut Gerichtsbeschluss in der Nähe von Abtreibungskliniken und Beratungsstellen für ungewollt Schwangere erlaubt. Mit dieser Entscheidung hat der bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) ein Verbot der Stadt Regensburg gekippt. Diese hatte Kundgebungen von Abtreibungsgegnern innerhalb einer "Bannmeile" von hundert Metern um die Einrichtungen untersagt.

Symbolbild

Die Unerträglichkeit des Leidens

Sarah Buckel war 31 Jahre alt, als sie sich für den Tod durch Sterbehilfe entschied. Sie hatte ME/CFS, eine unheilbare Erkrankung, die als Folge einer Covid-Infektion auftreten kann. Ihr Fall hat das stille Leid der Betroffenen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Mit ihrer Entscheidung für den Tod steht Buckel nicht allein. Die Ansprechpartner für Sterbehilfe verzeichnen vermehrt Anfragen von ME/CFS-Betroffenen.

Symbolbild

Das Stigma der Abtreibung

Nach einem Schwangerschaftsabbruch erleben viele Frauen in Deutschland Stigmatisierung. Ungewollt Schwangere stoßen zudem auf erhebliche Hürden, wenn sie sich für eine Abtreibung entscheiden. Das zeigt die aktuelle ELSA-Studie. Die Untersuchung betrachtet auch die oft schwierige Situation von Ärztinnen und Ärzten, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten.