Politik

Volksbegehren Kirchenprivilegien gescheitert

WIEN. (hpd) Das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien ist gescheitert. Laut vorläufigem Endergebnis erreichte es 56.660 Unterschriften, wie das Innenministerium in der Nacht mitteilte. Um erfolgreich zu sein, hätte es 100.000 gebraucht. An dieser Hürde scheiterte auch das parallel laufende Volksbegehren „Demokratie jetzt“.

Unterschreiben heute noch möglich

WIEN. (hpd) Die Initiatoren des Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien weisen darauf hin, dass auch heute noch, am Montag, das Volksbegehren unterschrieben werden kann und rufen dazu auf, diese Chance zu nutzen. Die vorläufigen Ergebnisse der Eintragungswoche werden heute am Abend vorliegen.

Notizen aus Ungarn (2)

UNGARN. (hpd/SzF) Bemerkenswertes aus säkularer Sicht von Mitte März bis Mitte April 2013. Es geht um sinkende Religiosität, rollendes Geld, Aufruf zum Denunzieren, eigenartige Ehrungen, recycelte Werbetafeln, einen liebevollen Malteser, Spitzenleistungen per Dekret, weitere Milliarden und religiöse Erziehung.

Offene Panik bei katholischer Kirche?

WIEN. (hpd) In einer Kolumne im Gratisblatt „Heute“ wirft Kardinal Christoph Schönborn den Initiatoren des Volksbegehrens vor, Neid zu schüren und „Unseriöses zu verbreiten“. So streitet er beispielsweise ab, dass die Kirche „steinreich“ sei und verweist einzig auf Kirchen und Klöster als „steinernen Besitz“. Dass Schönborn persönlich über feudale Besitztümer verfügt verschweigt er jedoch.

Worldwide Day of Genital Autonomy

KÖLN. (hpd/gbs) Am 7. Mai jährt sich erstmalig das Urteil des Landgerichts Köln, das die medizinisch nicht indizierte Beschneidung von Jungen als Körper­verletzung und damit als straf­bare Handlung wertete.

LINKE mit klarem Laizismus-Bekenntnis

BERLIN. (hpd) Die Partei DIE LINKE ist lernfähig und geht nun mit einem klaren Laizismus-Bekenntnis in den Bundes­tags­wahl­kampf. Das geht aus dem am 18. April veröffent­lichten Leit­antrag zum Bundes­tags­wahl­programm hervor. Im ursprünglichen Entwurf vom Februar tauchten weder der Begriff „Staatsleistungen“ noch das Ziel der Trennung von Kirche und Staat auf, von den Glaubens­gemein­schaften war lediglich an einer Stelle die Rede - als Bündnis­partner für soziale Veränderungen.

Welthumanistentag vor Gericht

BERLIN.(hpd) Die Berliner Humanistin Beate T. möchte erreichen, dass Schulkinder am Welthumanistentag (dem 21. Juni) schulfrei bekommen. So, wie es Kindern, deren Eltern anderen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften angehören, ebenfalls genehmigt wird. Sie und ihr Sohn fühlen sich diskriminiert.

Keinen Platz für Pseudowissenschaften

DÜSSELDORF. (hpd/lhg) Die Liberalen Hochschul­gruppen NRW sprechen sich gegen den schleichenden Vormarsch von Pseudo­wissen­schaften in die Hörsäle von Nordrhein-Westfalen aus. Die oftmals fehlende kritische Aus­einander­setzung mit alternativ­medizinischen und esoterischen Lehr­plan­inhalten betreffe insbesondere medizinische Studien­gänge.

20 Jahre Humanistischer Verband Deutschlands

STUTTGART. (hpd/dhbw) Am vergangenen Samstag wurde das 20. Jubiläum des Humanistischen Verbands Deutschlands (HVD) gefeiert, der am 14. Januar 1993 gegründet worden war. Zu den Festrednern gehörte die Ministerin im Staatsministerium Silke Krebs, die das Engagement von Humanistinnen und Humanisten als Interessenvertretung der Konfessionsfreien würdigte.