Politik

„Keiner soll verloren gehen“

VERSMOLD. (hpd) Im ostwestfälischen Versmold soll eine neue Schule entstehen. Geht der Plan auf, wird das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland (CJD) künftig alleiniger Träger aller Schulen der Sekundarstufe in der Stadt sein. Beobachter befürchten, dass dabei Grundrechte auf der Strecke bleiben, denn Alternativen zum Religionsunterricht sind nicht vorgesehen.

Elend der Kritik am (Neo-)Faschismus?

(hpd) Der frühere Bremer Professor Freerk Huisken behauptet, dass Rassismus und Rechtsextremismus letztendlich die Konsequenz aus bürgerlichen Demokratievorstellungen seien. Das Buch steht in der Tradition des Dogmatismus der „Marxistischen Gruppe“ und setzt demokratische und extremistische Positionen bei Ignoranz von deren unterschiedlichen normativen Grundlagen miteinander gleich.

System von Demut und Demütigung

(hpd) In der Debatte über Kinder, die in kirchlichen Erziehungsanstalten aufwuchsen, steht der sexuelle Missbrauch im Vordergrund. Ein soeben erschienener Sammelband zeigt, dass bereits der Alltag in solchen Einrichtungen tiefe Spuren bei den Kindern hinterließ. Rolf Cantzen hat darin ganz unterschiedliche Geschichten von Schülern, die in katholischen Internaten waren, zusammengestellt.

Zur Kapitalismuskritik der NSDAP

(hpd) Manfred Weißbecker legt eine Sammlung von historischen Betrachtungen zur Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1920 und 1945 vor. Leider zeigt er sich über weite Strecken immer noch der marxistisch-leninistischen Deutung des Faschismus verbunden, was auch einige analytisch interessante Interpretationen letztendlich entwertet.

Kirchenkritik und Verfassungsschutz

STUTTGART. (hpd) Wer gemeint hat, dass der Papstbesuch vorbei sei, der irrt. Das kirchenkritische Geschehen in Freiburg wurde auch vom Verfassungsschutz beobachtet und „Freiburg ohne Papst“ im Verfassungsschutzbericht 2011 genannt. Das ist immerhin wiederum neu, dass Kirchenkritiker als Verfassungsfeinde gelten.

Der Mann der reinen Zahlen

BERLIN. (hpd) Vor einer Woche hatte sein Verlag zur Präsentation des neuen Buches ins Hotel Adlon eingeladen. Bereits im Vorfeld kochte die Stimmung gegen Thilo Sarrazin hoch, den Autor von “Deutschland schafft sich ab”. Spannendes und Kontroverses ist aber anderes, das einzig Verstörende war der Klingelton von Sarrazins Handy.

Kontrolle rechtswidriger Polizeigewalt

BERLIN. (hpd) Fünf Organisationen für Menschenrechte und Bürgerrechte haben sich mit einem innenpolitischen Problem beschäftigt und Mindestanforderungen für eine tatsächlich unabhängige und kompetente Kontrollinstanz zur Untersuchung von rechtswidriger Polizeigewalt vorgelegt.

Drei Fragen an ... Leo Igwe

KÖLN. (hpd) Ab heute findet in Köln unter dem Titel „Die Atheistische Perspektive“ die Atheist Convention statt. Im Vorfeld stellt der hpd zwei der internationalen Referenten und ihre zentralen Thesen in Kurzinterviews vor. Heute Leo Igwe. Er ist der Begründer der humanistischen Bewegung in Nigeria und der Vertreter des afrikanischen Kontinents unter den Referenten.

Nazi-Terror: Made in Thüringen?

(hpd) Der Sammelband enthält 25 Texte mit unterschiedlichen Inhalten zum Thema. Einerseits verdienen die meist gut recherchierten Beiträge zur Entwicklung der ostdeutschen Neonazi-Szene Interesse, während die Betrachtungen zur Arbeit der Sicherheitsbehörden nicht genug zwischen angeblichen und tatsächlichen Fehlern unterschieden.

"Ärztetag sollte Sorgen ernst nehmen!“

BERLIN. (hpd/dghs) Die Forderung des zur Zeit in Nürnberg stattfindenden 115. Deutschen Ärztetags, jede Form der organisierten Sterbehilfe durch ein Gesetz zu verbieten, hält die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. für realitätsfremd. „Damit verschließen die Delegierten die Augen vor den tatsächlichen Sorgen der Menschen in Deutschland“, sagt Elke Baezner, Präsidentin der DGHS.