Pseudowissenschaften

Screenshot aus dem Lancet mit dem berühmten "RETRACTED"-Vermerk auf der Wakefield-Veröffentlichung

Jahrestag einer Lüge

Der 28. Februar 1998 – heute vor 20 Jahren – ist in die Medizingeschichte eingegangen als der Beginn einer der größten Medizinskandale überhaupt. An diesem Tag hatte "The Lancet" die Studie eines gewissen Andrew Wakefield veröffentlicht, die bis heute die Impfgegnerszene beflügelt, Eltern verunsichert, Verantwortlichen für das Impfwesen die Haare zu Berge stehen lässt und Wakefield selbst nach wie vor einen höchst zweifelhaften Ruhm verschafft, den er zum eigenen Vorteil auszuschlachten versteht. Darüber hinaus hat die "Autismus-Lüge", wie diese Geschichte durchweg in der Fachwelt genannt wird, zweifellos ihren Anteil an der beklagenswerten Wissenschaftsfeindlichkeit, die leider derzeit den Zeitgeist beherrscht.

Günther Reimann schaut der Heilerin Sabine Rohwer zu. Er zahlte ihr fast 300.000 Euro für die Behandlung seiner krebskranken Freundin.

Die Unheilerin

Diese Geschichte endet mit einer Geistheilerin, die eine Hochzeit verhindert. Mit einer Frau, die an Krebs stirbt. Mit einem Schweinskopf, der vor einer Tür liegt. Sie beginnt 2002 mit einer hoffnungsvollen Beziehung.

Plädoyer für vernünftige Skepsis

Natalie Grams hat ein weiteres Buch veröffentlicht, in dem sie sich mit Medizin  – weit über die Homöopathie hinaus – auseinandersetzt. Sie bricht darin eine Lanze für die evidenzbasierten Medizin und räumt mit der irrigen Annahme auf, dass, wer heilt, Recht hat.

Tierheilpraktische Quacksalberei

Vom 7.-9. Juli finden in einem 4-Sterne-Tagungshotel in der hessischen Kuppenrhön die sogenannten "Tierheilpraktikertage 2017" statt, ein mittlerweile zum 19tenmale veranstaltetes Stelldichein alternativveterinärer Heilkundiger und all derer, die sich dafür halten.