Helmut Ortner

Der Autor (1950) ist Beiratsmitglied der Giordano-Bruno-Stiftung. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, die in über 14 Sprachen erschienen sind. Zuletzt: "EXIT. Warum wir weniger Religion brauchen – Eine Abrechnung", mit Beiträgen von namhaften Köpfen der säkularen Szene. Nomen Verlag, Frankfurt 2019.

Artikel des Autoren

München: Georg-Elser-Platz (1997)

Der einsame Attentäter

8. November 1939: An diesem Tag misslang das Bombenattentat des schwäbischen Schreinergesellen Georg Elser auf Adolf Hitler im Münchener Bürgerbräukeller. Elser wurde daraufhin gefasst und am 9. April 1945 im Konzentrationslager Dachau ermordet. Heute sind Straßen und Schulen nach ihm benannt – aber es brauchte Jahre, bis seine Tat anerkannt wurde.

Kirche und Staat: Marienkirche (vorne) und Rotes Rathaus (hinten) in Berlin

Politik ohne Gott

Deutschland darf auf göttlichen Beistand hoffen. Immer wieder setzt ein komplett christliches Kabinett auf traditionelle Dramaturgie: Bundesministerinnen und -minister beenden ihren Amtseid gerne mit der Formel "So wahr mir Gott helfe." In den Niederungen der Realpolitik mag eine Dosis göttlicher Eingebung mitunter durchaus hilfreich sein, möglich ist es der Regierungsriege dem Grundgesetz zufolge aber auch, ihren Eid "ohne religiöse Beteuerung" zu leisten.

Wenn der Staat tötet

Die Vereinigten Staaten und Japan sind die einzigen G-8-Staaten, in der 2017 Hinrichtungen stattfanden. In den Vereinigten Staaten wurden 23 Menschen hingerichtet und 41 neue Todesurteile verhängt. Damit sitzen 2724 Menschen in amerikanischen Todestrakten. In Japan wurden vier Menschen hingerichtet und drei zum Tode verurteilt.