Thomas Hummitzsch

Der Autor leitet das Pressereferat beim Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg. Er leitete von 2010 bis 2013 das humanistische Magazin "diesseits" und von 2013 bis 2015 den migrationspolitschen Newsletter "Migration & Bevölkerung". Als freier Autor schreibt er für verschiedene Magazine und Zeitungen wie Rolling Stone, Musik Express. MOVIES, NEON, Tagesspiegel, der Freitag, tip.Berlin. 

Artikel des Autoren

Onlinepornografie und Religion

Religiöse Moralvorstellungen stehen Pornokonsum nicht im Weg

4,6 Milliarden Stunden hat die Menschheit im vergangenen Jahr allein auf der Internetpornoseite PornHub verbracht. Unter den zwanzig Ländern mit den meisten Zugriffen auf die Seite sind neun Staaten, in denen sich mehr als zwei Drittel der Bevölkerung als religiös bezeichnen, und lediglich vier, in denen das weniger als ein Drittel tun. Islamische Staaten befinden sich nicht unter den Top 20-PornHub-Ländern.

Élysée-Palast

Inszenierte Debatte über Weihnachts- und Osterferien

Wie weit geht der französische Laizismus?

In Frankreich läuft der Vorwahlkampf für das Amt des 11. Staatspräsidenten der fünften Republik schon auf vollen Touren. Insbesondere die konservative UMP mischt die Debatten auf. Ihr Präsidentschaftskandidat François Fillon plant radikale Reformen. Zudem macht er um seinen festen Glauben kein Geheimnis, was im laizistischen Frankreich durchaus Anlass für grundsätzliche Debatten liefert. Fillons Parteifreunde missbrauchen diese, um das areligiöse französische Staatsverständnis lächerlich zu machen.

Nach Blasphemie-Urteil gegen Online-Aktivisten

Algerische Liga zur Verteidigung der Menschenrechte beantragt Konferenz gegen Atheismus

Wie französischsprachige Medien bereits Ende Dezember berichteten, hat das Büro der Algerischen Liga zur Verteidigung der Menschenrechte (Ligue algérienne de la défense des droits de l’homme – LADDH) in der nordalgerischen Provinz M’sila bei der algerischen Regierung schriftlich beantragt, eine Konferenz gegen den Atheismus durchführen zu dürfen. Sollte die Regierung dem Antrag zustimmen, wäre dies die erste Konferenz einer Menschenrechtsorganisation weltweit, die sich direkt gegen eine Weltanschauung richtet.

Mark Zuckerberg

Religion und Facebook

Mark Zuckerberg wendet sich von Atheismus ab

Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat über die Weihnachtsfeiertage erstmals öffentlich verlauten lassen, dass er sich nicht mehr als Atheist versteht, und trat eine rege Debatte los. Derweil mutmaßt das Wall Street Journal, dass sein Interesse an Spiritualität geschäftliche Gründe haben könnte.

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte lehnt Klage muslimischer Eltern ab

Schweiz: Muslimische Mädchen müssen an koedukativem Schwimmunterricht teilnehmen

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof (ECHR) in Straßburg hat heute in letzter Instanz entschieden, dass zwei muslimische Mädchen aus Basel dem Schwimmunterricht mit Jungen nicht fernbleiben können. Eine entsprechende behördliche Teilnahmeverpflichtung verstoße nicht gegen die individuelle Glaubens- und Religionsfreiheit.

Kyrsten Sinema

Konfessionsfreie Amerikaner sind politisch exorbitant unterrepräsentiert

Abgeordnete im US-Kongress überwiegend christlich

Fast ein Viertel aller US-Bürger ist religiös ungebunden, und es werden seit Jahren mehr. Ihre politische Repräsentation im US-Kongress, der zweieinhalb Wochen vor der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident seine Arbeit aufgenommen hat, ist jedoch marginal. Gläubige haben in den USA exorbitant bessere Chancen, ihre Anliegen politisch durchzusetzen.

Jahrestag des Anschlags auf "Charlie Hebdo"-Redaktion

Der fade Beigeschmack von "Je suis Charlie"

Vor zwei Jahren verübten die Kouachi-Brüder einen Anschlag auf die Redaktion des renommierten französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo". Dabei wurden einige der wichtigsten Köpfe hinter dem Magazin ermordet. Seither ist der redaktionelle Zusammenhalt, für den das Magazin einst bekannt war, unter die Räder des wirtschaftlichen Erfolgs geraten.