Gesellschaft

Kommentar

Die Verantwortung der Medien

"Wenn sich die Politik radikalisiert, muss guter Journalismus dagegenhalten." Das fordern unter anderem die Neuen deutschen Medienmacher*innen. Statt sich von Populisten vor sich hertreiben zu lassen, braucht es mehr denn je menschenrechtsbasierte Haltungen in Redaktionen. 

AI Act: Was er regelt und wen er betrifft

Die weltweit strengste KI-Gesetzgebung gilt seit dem 2. Februar in der Europäischen Union. Digitalrechtsexperte Erik Tuchtfeld erklärt, welche KI-Regeln in Deutschland gelten und worauf sich Betreiber und Anbieter einstellen müssen. Die wichtigsten Antworten zu Risikokategorien bis hin zur biometrischen Gesichtsüberwachung.

Moschee in Kairo

Kommentar

Wir sind nicht immun gegen gesellschaftlichen Rückschritt

Noch Ende der 1950er Jahre war der Gedanke, Frauen unter ein Kopftuch zwingen zu wollen, so abwegig, dass er mit Gelächter quittiert wurde. 70 Jahre später ist das für Frauen in Iran und Afghanistan traurige Realität. Sebastian Schnelle weist darauf hin, dass gesellschaftlicher Fortschritt sich nicht immer nur in eine – gewünschte – Richtung entwickelt.

Die "Aktion gegen Geheimlehren und sogenannte Geheimwissenschaften"

Als die Nazis Okkultisten verhafteten

Eines der am weitesten verbreiteten Narrative über den Nationalsozialismus ist das der okkultistischen Führungsriege, die angeblich keinen Schritt tat, ohne sich vorher ein Horoskop erstellen zu lassen. Tatsächlich war es nur eine kleine Gruppe innerhalb der NS-Führung, die derartigen Ideen anhing. Ihnen gegenüber stand eine Gruppe, die Okkultismus und Esoterik strikt ablehnte.

Transpersonen im Frauenknast – eine Gefahr?

"Mehrere Übergriffe von 'Trans-Frauen' auf weibliche Häftlinge in Gefängnissen" – so überschrieb die Tageszeitung "Die Welt" am 10. Januar einen ausführlichen Artikel zu eben diesem Thema. Ein paar Tage später griff die Faktencheck-Plattform "Mimikama" die Sache auf und bestätigte den "Welt"-Bericht. Doch dann hagelte es bei diesem heiklen Thema offenbar Kritik. Und zwar so heftig, dass "Mimikama" sich bei seinen Lesern entschuldigte und den Artikel von der Seite nahm. Um danach eine überarbeitete Faktencheck-Version zu dem Thema zu veröffentlichen. Was hatte die "Welt" behauptet? Wie korrigierten sich die Faktenchecker? Und was sagen die von dem Thema Betroffenen: Der hpd fragte nach bei der Gewerkschaft der Strafvollzugsbediensteten und auch beim Verband Queere Vielfalt.

Gedenkstein für die ermordete Hatun Sürücü

Zwanzig Jahre nach dem Mord an Hatun Sürücü

Gewalt im Namen der Ehre

Vor zwanzig Jahren wurde Hatun Sürücü von ihrem Bruder mit drei Kopfschüssen grausam ermordet – weil sie ein freies und selbstbestimmtes Leben führen wollte. Noch immer gehört religiös motivierte Gewalt gegen Frauen und Andersdenkende zum Alltag in Deutschland. Eine Gewalt, die oft tödlich endet.

Zeit für säkulare Gedenkfeiern: Warum der Staat die Verantwortung übernehmen muss

Raus aus der Kirche!

Ob Terroranschläge, Naturkatastrophen oder andere Tragödien – warum überlässt Deutschland das kollektive Gedenken immer noch den Religionsvertretern? In einer säkularen und pluralistischen Gesellschaft drängt sich die Frage auf, ob es nicht Aufgabe des Staates sein muss, säkulare Räume für Trauer und Gedenken zu nutzen.

Flache Erde

Wie verschiedene Wirklichkeiten Demokratien schaden

Wenn Verschwörungsmythen die Welt, wie sie ist, erklären sollen und dabei – selbstverständlich – scheitern, ist das für die Demokratie eine Gefahr. Auch so ist zu erklären, dass Donald Trump noch einmal zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Obwohl bereits seine erste Amtsperiode für viele klar machte, dass er außer Stande ist, Probleme und deren Komplexität zu begreifen.

Offener Brief an Dr. Georg Bätzing

Hermann Schell, erster Vorsitzender von MissBiT e.V. – Missbrauchsopfer & Betroffene im Bistum Trier, hat an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Georg Bätzing einen Offenen Brief geschrieben. Der hpd gibt ihn hier im Wortlaut wieder.

Rumpfteil der von Heß geflogenen Messerschmitt

Rudolf Heß: Mit Horoskop und Hakenkreuz

Rudolf Heß bekleidete im Dritten Reich die Position des "Stellvertreters des Führers". Er dürfte eine der undurchsichtigsten Figuren der damaligen Führungsriege sein: einerseits überzeugter Nationalsozialist und Judenhasser, andererseits tief verhaftet in Okkultismus, Spiritualität und Esoterik. Eben jenes Interesse am Okkultismus und seine Auswirkungen auf sein Tun im Dritten Reich sollen in diesem Artikel näher beleuchtet werden.