Gesundheit

Pflegenotstand:

Gesundheitsminister will billige Pflegekräfte aus Albanien holen

Während alle Welt auf Seehofer (CSU) und seinen Theaterdonner im Kanzleramt schaut, macht sein Kollege Jens Spahn (CDU) eher unauffällig peinliche Schlagzeilen. Zuerst wird bekannt, dass er Todsterbenskranken per Dienstanweisung das elende Sterben verlängert. Und nun will er den Pflegenotstand in Deutschland mit billigen Arbeitskräften aus Albanien und dem Kosovo beheben.

Kommentar

Spahn verbaut Schwerstleidenden letzte Chance auf legales Suizidmittel

Das Gesundheitsministerium hat mit Schreiben vom 29. Juni das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angewiesen, Mittel für einen Suizid auch in extremen Notfällen tödlich erkrankten Patienten zu verweigern. Alle der inzwischen über 100 eingegangenen Anträge auf Überlassung von Natrium-Pentobarbital, welches eine sichere und sanfte Selbsttötung ermöglicht, sollen pauschal abgelehnt werden.

Ärztliche Leitlinie zu Vorhautverengungen (Phimose) veröffentlicht

Neues Nachdenken über die Vorhautbeschneidung gefordert

Sechs deutsche Ärzteverbände fordern ein neues Nachdenken über die Vorhautbeschneidung. Sie haben eine neue ärztliche Leitlinie zu Vorhautverengungen (Phimose) herausgebracht. Darin wird empfohlen, eine Operation nicht voreilig oder vorbeugend durchzuführen. Somit müsse der § 1631d BGB erneut hinterfragt werden.

Ein Zwischenfazit

Die Homöopathiedebatte und der Paradigmenwechsel in der Medizin

Die Homöopathie ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts wissenschaftlich erledigt. Ihre Annahmen zur Entstehung von Krankheiten und zur Funktion des Körpers wurden – wie unzählige andere vorwissenschaftliche Vorstellungen – durch die Zellularpathologie Rudolf Virchows und die rasant darauffolgenden medizinwissenschaftlichen Entdeckungen und Entwicklungen ad absurdum geführt. Die Grundannahmen von Samuel Hahnemanns Lehre sind unhaltbar.

Von der Personaluntergrenze bis zur Einmal-Geldprämie

Pflege am Boden – Revolutionierung des Systems oder bloße Verlockungen?

Um den Systemzusammenbruch im Pflegebereich kümmert sich nun mit Jens Spahn (CDU) jemand, der für Krawall und harte Kante bekannt ist. Wird "Personaluntergrenze" statt "Flüchtlingsobergrenze" gar zum Reizthema der Zukunft? Selbst mit den kirchlichen Einrichtungen will sich der neue Gesundheitsminister anlegen, um einen brancheneinheitlichen Tarifvertrag durchzusetzen.

Kapitalistische Verblendung durch idealisiertes Sterben und verteufelte Suizidhilfe

Pflegenotstand in der Negativspirale

Lieber tot sein wollen als pflegebedürftig? Nur mit Ablenkungsmanövern und Durchhalteparolen ist die Politk der klar absehbaren Katastrophe entgegengetreten. Gegenüber dem Mythos von der hospizlichen Sterbebegleitung blieb die "gottlose" Aufklärung hilflos. Doch plötzlich stehen die untätig Gebliebenen nackt da. In größter kapitalistischer Systemnot wird auf eine Wunderwaffe gesetzt. Sie heißt Jens Spahn.