Fremdenfeindlichkeit

Fanzone Istanbul

Islamistische und nationalchauvinistische Agitationen zur EM

Was ist ein "united by football" wert?

Ob Anschlagsdrohungen, ISIS-Finger, rassistische Parolen oder nationalislamistische Wolfsgrüße: Die Europameisterschaft wurde zur Bühne faschistischer Ereignisse. Das Diversity-Marketing der UEFA scheint die Reaktionären nicht zu interessieren. Im Gegenteil: Die türkische Botschaft wirft den Kritikern "Fremdenfeindlichkeit" vor und bagatellisiert die Geste der Anhänger der Grauen Wölfe zu einem bloßen "kulturellen Symbol". Islamisten und (ausländische) Rechtsextreme beherrschen längst die Nomenklatur des Scheuklappen-Antirassismus.

Interview mit Rolf Pohl

Über das Eigene und das Fremde

Warum verhalten sich Menschen feindselig gegenüber anderen? Der hpd sprach mit dem Soziologen und Sozialpsychologen Rolf Pohl unter anderem über Gewalt, autoritäre Sehnsüchte und die Möglichkeit eines Kosmopolitismus.

Zehn Sachbücher für den Sommer

Vom guten und gerechten Leben

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Die einen zieht es an den Strand, die anderen in die Berge und wieder andere sind auf Städtetour. Doch welche Lektüren lohnen sich neben dem Reiseführer im Gepäck? Für Fans von Philosophie und Fakten folgen hier zehn Sachbücher, die mit interessanten Ansätzen, neuen Perspektiven und strittige Deutungen zum Nachdenken anregen und Erkenntnisgewinn bieten.

"Pegida" in Dresden

Kommentar

Versagen die Humanisten bei den Themen Fremdenhass und Terror?

BERLIN. (hpd) Fast ein Monat ist vergangen seit den (neutral formuliert) "Ereignissen" von Köln. Mehr oder weniger länger her sind die Terrorakte in Ankara, Beirut, Paris und an anderen Orten. Aus der humanistischen Szene hat man dazu bislang so gut wie keine Analysen und Bewertungen vernehmen können, die diese Bezeichnung tatsächlich verdienten.

Kommentar

Die weiße Linie

BERLIN. (hpd) Auf dem Foto ist eine weiße Linie mit Grenzbedeutung. Sie ist auf dem Berliner Bahnhof Friedrichstraße fotografiert, wo es den "Tränenpalast” gab und Ankommen, Abfahren, Einsteigen nur auf Kommando… Der gelernte Mitteleuropäer weiß um die Bedeutung dieser weißen Linie. Den Strich zu überschreiten ist nicht einfach nur verboten, sondern man begibt sich und andere in Gefahr, wenn man es tut und der Zug fährt ein. Vorsicht ist geboten. Man kann aber auch keinen Platz finden im Zug, wenn man zu lange ausharrt hinter der Linie. So oder so sagt die weiße Linie, man soll bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Es gibt "Kulturschranken”.