Neurowissenschaften

Zukunftstechnologie

"Neuralink" – Elon Musk will Gehirne mit Computern vernetzen

Der Technologiepionier Elon Musk hat mit der Gründung des Online-Bezahlsystems PayPal und durch seine Erfolge mit dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX und dem Elektroautohersteller Tesla große Bekannheit erlangt. Nun hat er ein neues Unternehmen gegründet, das Elektroden entwickeln will, die das menschliche Gehirn mit Computern vernetzen.

Mit Hilfe künstlicher neuronaler Netze wollen Neurobiologen den Schaltplan des Gehirns entschlüsseln.

Neurobiologen programmieren neuronales Netz zur Schaltkreisanalyse des Gehirns

Mit Künstlicher Intelligenz das Gehirn verstehen

Wie entsteht Bewusstsein? Die Antwort auf diese Frage, so vermuten Forscher, steckt in den Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Leider ist jedoch kaum etwas über den Verbindungsschaltplan des Gehirns bekannt. Der Grund dafür ist nicht zuletzt ein Zeitproblem, denn das Aufspüren von Verbindungen in gewonnenen Daten würde viele Menschenleben an Arbeitsstunden benötigen, da bisher kein Computer die Zellkontakte zuverlässig genug identifizieren konnte. Dies wollen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried nun mit Hilfe künstlicher Intelligenz ändern. Sie haben mehrere künstliche neuronale Netze so trainiert, dass nun eine enorm beschleunigte Rekonstruktion von Nervenzellschaltplänen möglich ist.

Eine Probandin mit 3D-Brille.

Menschliches Ortsgedächtnis besteht aus vielen Einzelkarten

Orientierung ohne Masterplan

Im Alltag brauchen wir ein Ortsgedächtnis. Morgendlicher Kaffee? Dafür gehen wir zielsicher in die Küche und wissen genau, wo Kaffeemaschine und Tasse zu finden sind. Um das zu leisten, benötigen wir ein mentales Abbild unserer Wohnung und der Dinge darin. Hätten wir dieses Gedächtnis nicht, müssten wir jedes Mal die gesamte Wohnung von Neuem durchsuchen. Wie dieses Ortsgedächtnis genau funktioniert, ist bislang nicht klar.

Townsend-Langohr (Corynorhinus townsendii)

Thomas Nagels "Wie ist es, eine Fledermaus zu sein?" nun auf Deutsch

Die Welt als Echolotpanorama

BERLIN. (hpd) Seine Diktion ist die eines Amerikaners, sein Denken das eines alten Europäers. Am ersten Satz seines Essays "Wie ist es, eine Fledermaus zu sein?" wird es deutlich: "Das Thema Bewusstsein macht das Leib-Seele-Problem praktisch unlösbar." Reclam brachte den Aufsatz jetzt in einem eigenen Band zweisprachig heraus.

Verhaltensapparaturen

Optische Illusionen für das Fliegenhirn

Relative Wahrnehmung der Welt

MARTINSRIED. (mpg) Wird der Preis eines Produktes herabgesetzt, erhöht sich die Kaufbereitschaft – das Produkt erscheint preiswerter, obwohl es vielleicht immer noch zu teuer ist. Unsere Wahrnehmung der Welt ist somit oft relativ: Wir vergleichen, was wir sehen, mit einem Bezugspunkt – hier mit dem Preis vor dem Rabatt. Das Gleiche gilt für die Wahrnehmung von Helligkeitsreizen.

Schrei

Schrei, wenn du musst

FRANKFURT. (hpd/mpg) Einem internationalen Team von Neurowissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, der New York University und der Universität Genf ist es erstmalig gelungen, die Einzigartigkeit von Schreien nachzuweisen. In einer Studie fanden sie heraus, dass Schreie ganz besondere akustische Eigenschaften besitzen: Das macht sie zu einer spezifischen Lautäußerung, die nur in Stress- und Gefahrensituationen zum Einsatz kommt.

Religion als Ergebnis menschlicher Kreativität

Obwohl es keinerlei Beweise für die Existenz eines oder mehrerer Götter gibt: mehr als 80 Prozent der Weltbevölkerung glauben daran. Hirnforscher entwickelten jetzt die Theorie, dass Religionen das Ergebnis menschlicher Kreativität sind.

Ein Nobelpreisträger in Berlin

BERLIN. (hpd) Mehrere Berliner Wissenschafts­institutionen wie das Max Delbrück Center, ein Max-Planck Institut, die Will Foundation und die Freie Universität Berlin taten sich finanziell zusammen, um den Nobelpreisträger des vergangenen Jahres, Thomas Südhof, für einen Vortrag nach Berlin zu holen und etwas von dem Sternenstaub aus Stockholm abzubekommen.

Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?

(hpd) Zehn Jahre ist es her, da haben elf führende deutsche Neuro­wissen­schaftler unter­schied­licher Teil­disziplinen zusammen das "Manifest" der Hirnforschung verfasst. Mit Hilfe dieses Artikels wollten die Autoren ein möglichst reales Bild der aktuellen Möglich­keiten und eine vorsichtige Prognose über den zukünftigen Erkenntnis­­gewinn statuieren. Matthias Eckold fragt in seinem Buch "Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?" nach dem aktuellen Stand der Dinge und ob sich die Hoffnungen der Wissen­schaftler erfüllt haben.