Max-Planck-Gesellschaft

Artikel der Autorin

Schimpansenmutter mit ihrem Jungen. Die Tiere verbringen viel Zeit mit ausgedehnten Verhandlungen.

Gestische Kommunikation von Bonobos und Schimpansen

Menschenaffen kommunizieren kooperativ

SEEWIESEN. (mpg) Menschliche Sprache ist ein kooperatives Zusammenspiel und beinhaltet schnelle Rollenwechsel. Diese Art der kooperativen Kommunikation könnte als Teil genereller kooperativer Fähigkeiten entstanden sein, die für den Menschen einzigartig sind. In einer artübergreifenden Studie an Bonobos und Schimpansen im Freiland haben Forscher der Humboldt Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen jetzt jedoch gezeigt, dass die gestische Kommunikation von Menschenaffen ähnliche kooperative Grundelemente und Rollenwechsel aufweist wie unsere menschliche Sprache.

Tabakschwärmer

Geruch führt Tabakschwärmer zur besten Blüte

Erneute Bestätigung für Darwin

JENA. (mpg) Dass die äußerliche Erscheinung verschiedener Bestäuber auffallend zur Blütenform der von ihnen besuchten Pflanzen passt, fiel dem Naturforscher Charles Darwin schon vor mehr als 150 Jahren auf. Er beschrieb die im Laufe von Koevolution entstandene äußere Übereinstimmung von Blüten- und Bestäubern als perfektes Ergebnis gegenseitiger Anpassung. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie aus Jena ist ein eindrucksvoller Beleg von Darwins Beobachtung gelungen.

Im Wechselspiel von Magnetfeldern und Gravitation werden in der Gaswolke neue Sterne geboren

Das versteckte Innenleben des Orionnebels

HEIDELBERG. (mpg) Im All kommen ständig Sonnen zur Welt. Häufig entstehen auch gleich ganze Sternhaufen auf einmal – und zwar in vergleichsweise kurzer Zeit. Um Letzteres zu erklären, schlagen Amelia Stutz und Andrew Gould vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg einen neuen Mechanismus vor. Dazu untersuchten die Forscher ein Gas- und Staubfilament, zu dem auch der bekannte Orionnebel gehört.

 Teil des reproduktiven Systems mit Uterus der weiblichen Fliege

Rezeptor verändert die Empfindung von Geruch und Geschmack in Fruchtfliegen

Wie Schwangerschaft die Wahrnehmung verändert

MARTINSRIED. (mpg) In der Schwangerschaft verändern sich die Wahrnehmung und Reaktionen auf bestimmte Gerüche und Geschmäcker mitunter drastisch. Das ist auch bei Fliegen so. Was die Veränderung in der Wahrnehmung jedoch auslöst, ist weder bei Säugetieren noch bei Insekten verstanden. 

Drei ca. 31.000 Jahre alte Schädel aus Dolni Věstonice im heutigen Tschechien.

Die Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit

Das genetische Geschichtsbuch der Steinzeit

LEIPZIG/JENA. (mpg) Ein internationales Forscherteam aus den Max-Planck-Instituten in Jena und Leipzig sowie der Universität Harvard untersuchte die DNA von Menschen, die in der Zeit von der Erstbesiedlung des Kontinents bis zum Aufkommen der Landwirtschaft in Europa lebten. Die Befunde weisen auf Perioden langer Kontinuität und auf bisher unbekannte Bevölkerungsbewegungen hin.

Von Hitze und Wüstenstaub geplagt: Sandstürme wie hier über Kuwait dürften im Nahen Osten und in Nordafrika mit dem Klimawandel häufiger werden.

Klimawandel könnte Teile des Nahen Ostens und Nordafrikas unbewohnbar machen

Dem Orient droht ein Klima-Exodus

MAINZ. (mpg) Die Zahl der Klimaflüchtlinge könnte künftig dramatisch steigen. Wie Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie und vom Cyprus Institute in Nicosia berechnet haben, dürfte es im Nahen Osten und in Nordafrika so heiß werden, dass Menschen dort in vielen Gegenden nicht mehr leben können. Das Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, was auf den jüngsten UN-Klimakonferenzen beschlossen wurde, wird nicht ausreichen, das zu verhindern.

Beisspuren am Knochen

Große Raubtiere jagten einst Menschen

Frühmenschen bei Raubtieren auf dem Speiseplan

LEIPZIG. (mpg) Ein internationales Forscherteam um Camille Daujeard vom Muséum National D'Histoire Naturelle in Paris und Jean-Jacques Hublin vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig hat Zahnspuren auf dem 500.000 Jahre alten Oberschenkelknochen eines Homininen aus einer Höhle in Marokko analysiert. Dabei fanden die Forscher heraus, dass dieser von großen Fleischfressern, wahrscheinlich von Hyänen, verspeist worden war.

Uneheliche Geburten in West- und Osteuropa

Familie ohne Trauschein

ROSTOCK. (mpg) Im goldenen Zeitalter der Ehe waren die Verhältnisse in Europa übersichtlich: Wer in den 1950er und 1960er Jahren ein Kind bekommen wollte, heiratete vorher. Heute dagegen sind in vielen Ländern mehr als die Hälfte der Geburten nichtehelich – Tendenz weiter steigend. Nur in Osteuropa zeigt sich ein entgegengesetzter Trend: Dort werden zunehmend mehr Kinder von verheirateten Paaren geboren. Eine Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock hat diese Entwicklungen von 1910 bis in die Gegenwart analysiert.

Stefan Mundlos forscht an seltenen Knochenerkrankungen, die durch veränderte Gene ausgelöst werden.

Der Humangenetiker Stefan Mundlos warnt vor Eingriffen in die menschliche Keimbahn

"Keine Genehmigung für solche Versuche"

BERLIN. (mpg) Das neue Verfahren "Genschere CRISPR/Cas" eröffnet in der Medizin zahlreiche Möglichkeiten, die Chancen und Risiken bergen. Für die Gentherapie von schweren Krankheiten wie Aids werden Hoffnungen in die neue Methode gesetzt. Wissenschaftler können ein krankhaft verändertes Gen in Körperzellen einfach ausschneiden, und es durch ein gesundes ersetzen. In China und Großbritannien gehen Wissenschaftler indes einen Schritt weiter: Im Labor treiben sie Versuche mit menschlichen, embryonalen Stammzellen voran.

Die San, eine Volksgruppe im südlichen Afrika, leben noch heute überwiegend als Jäger und Sammler.

Forscher finden Unterschiede zwischen Jäger- und Sammlerkulturen

Genetik offenbart den Einfluss der Lebensweise auf die Evolution

JENA. (mpg) Bislang ging man davon aus, dass die Zahl der Veränderungen im Genom nicht durch kulturelle Faktoren beeinflusst wird. Dem entgegen steht nun das Ergebnis einer aktuellen Studie. Ein Forscherteam aus Deutschland und Frankreich analysierte mehr als 500 Sequenzen des männlichen Y-Chromosoms bei Landwirtschaft treibenden Ethnien und bei traditionell als Jäger und Sammler lebenden Bevölkerungsgruppen im südlichen Afrika.