Bildung

HVD begrüßt Bestätigung des Neutralitätsgesetzes

Eine Lehrerin mit Kopftuch will an einer Berliner Grundschule unterrichten, die Bildungsverwaltung versetzt sie mit Bezug auf das Neutralitätsgesetz an eine Berufsschule. Daraufhin zieht die Lehrerin vor das Berliner Arbeitsgericht, sie fühle sich diskriminiert. Die Richter wiesen ihre Klage in erster Instanz ab. Der Humanistische Verband begrüßt die Entscheidung.

Bund für Geistesfreiheit München fordert verpflichtenden Ethikunterricht und Abschaffung des Religionsunterrichts an Schulen

Ethikunterricht für Alle wäre Beitrag zu Toleranz und Weltoffenheit

Medienberichten ist zu entnehmen, dass die Fraktionschefs von CDU und CSU die bundesweite Einführung von Rechtsstaatsklassen bzw. Wertekundeunterricht fordern, um geflüchteten Kindern die Werte und Grundregeln unseres Rechtsstaates zu vermitteln. Abgesehen von der inhaltlichen Ausrichtung eines Wertekundeunterrichts stellt der Bund für Geistesfreiheit München (bfg München) die Frage, warum nicht alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland an einem solchen Unterricht teilnehmen.

Wilfried Seiring

Berliner Neutralitätsgesetz

Pädagogen haben eine Vorbildfunktion

Wilfried Seiring, ehemaliger Leiter des Landesschulamtes Berlin, gehört zu den Erstunterzeichnern des Aufrufes zum Erhalt des Berliner Neutralitätsgesetzes. "Die Pädagogen  haben eine Vorbildfunktion. Das demonstrative Zeigen von Schmuck- oder Kleidungsstücken, die die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion ausdrückt, widerspricht dem. Das gilt für das Kreuz wie auch für Kippa oder das Kopftuch."

Fototermin vor dem Gebäude der Bildungssenatorin

Initiative "PRO Neutralitätsgesetz"

Die Schule muss ein weltanschaulich neutraler Ort bleiben

Die Berliner Initiative "PRO Neutralitätsgesetz" wird von mehr als 1.500 Menschen unterstützt. Darunter befinden sich auch bekannte Namen, von denen einige auf der Webseite der Initiative erklären, weshalb sie die Beibehaltung des Berliner Neutralitätsgesetzes fordern.

Kantar Emnid Umfrage

Bayern: Mathe beliebter als Religionsunterricht

Laut einer jüngst vorgestellten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist Religionsunterricht in Bayern nicht besonders beliebt. Ein Viertel der Befragten sprach sich ferner für die Abschaffung des Religionsunterrichtes als ordentliches und damit verpflichtendes Lehrfach aus.

Wann kommt endlich "Praktische Philosophie" in die Grundschule?

Der Humanistische Verband NRW fordert, die Einführung eines Ethik- oder Philosophieunterrichtes an den Grundschulen nicht halbherzig anzugehen und auf die lange Bank zu schieben. "Wir brauchen diesen Unterricht dringend, damit die große und wachsende Zahl konfessionsfreier Kinder nicht länger außen vor bleibt, wenn es um Fragen einer guten und sinnvollen Lebensführung geht", betont Erwin Kress, Präsident des Humanistischen Landesverbandes.

Dr. Lale Akgün

Ein Gespräch mit Lale Akgün zur Debatte um das Berliner Neutralitätsgesetz

"Das Kopftuch ist kein unveränderliches körperliches Zeichen"

Als das Berliner Neutralitätsgesetz in Kraft gesetzt wurde, galt es gerade in säkularen Kreisen als wegweisend. Denn es verteidigte die Neutralität des Staates im weltanschaulichen Bereich und behandelte alle Religionen gleich. Damit unterschied es sich grundlegend von ähnlichen Gesetzen anderer Bundesländer, die sich einseitig auf den Islam bezogen und christliche Symbole unberücksichtigt gelassen hatten.