Kunst und Kultur

Interview

Alibri-Verlag auf der Suche nach "Kompliz*innen"

Seit rund 20 Jahren publiziert der Alibri Verlag Texte von Autor*innen, die für Selbstbestimmungsrechte, Emanzipation, Aufklärung und Wissenschaft eintreten und sich für eine säkulare solidarische und rationale Weltanschauung stark machen. Um sein Programm erweitern zu können, sucht der Verlag nun per Crowdfonding "Kompliz*innen". hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg sprach mit Alibri-Chef Gunnar Schedel.

Spott sei Dank!

Beim Humanistischen Pressedienst wird es in Zukunft nicht nur kritische Texte, sondern auch regelmäßig satirische Bilder geben, denn heute geht die neue hpd-Rubrik für Karikaturen an den Start: "Spott sei Dank".

Diderot, neu aufgelegt: Die Frau als Stichwortlieferantin

Große Männer nerven eher

Gott ist überwunden. Aber der Glaube an das Erhabene und "große Männer" bleibt uns treu – wohin wir auch gehen, wo hinein wir auch blättern. Zum Beispiel in diesen neu aufgelegten Atheismus-Dialog von Diderot.

Ein Roman aus drei Welten von Marlene Pfaffenzeller

Nereng gomez – Der Urin des Ochsen

Ein Roman, auch über Religionen: Marlene Pfaffenzeller erzählt von Leid, Schmerz und unsinnigen Ritualen. Und der immer währenden Sehnsucht nach Gemeinschaft und Regeln einerseits sowie Vernunft und Gerechtigkeit andererseits.

Skulptur aus der Ausstellung

Ausstellung: "Marx totaaaal" – Sieben Künstler im KM9

Der kommerzielle Marx

Der große Sohn der Stadt Trier in der Galerie "KM9": Sieben Künstler setzen dem Marx-Rummel die Krone auf. Allerlei Schabernack wurde mit der Ikone getrieben. Am weitesten angereist war Peter Menne, Fotograf aus Offenbach, der nach Galerist Laas Koehler das Wort ergriff – und manch' geflügeltes Marx'sches Wort mit Zitaten von dessen Schwiegersohn Paul Lafargue ergänzte.

Ingo Schulzes Erzählung "Einübung ins Paradies"

Realsozialistisches Paradies oder Zoopolis?

Ingo Schulze hat eine in mehr als einer Hinsicht traumhafte Erzählung über den Berliner Tierpark geschrieben. Hier konnte sie stattfinden: Die Versöhnung zwischen Traum und Phantasie einerseits und realer Vergangenheit andererseits. Wir erfahren Überraschendes von menschlichen und tierischen Parallelwelten, die in Wirklichkeit weit entfernt davon sind, sich zu begegnen, nicht jedoch in der Welt der Phantasie.

Salzburger Festspiele

Philipp Blom: Das Bekenntnis zur Aufklärung ist inzwischen zur Phrase verkommen

Die diesjährigen Salzburger Festspiele stehen unter dem Motto "Passion, Ekstase, Leidenschaft" – drei Wörter also, die gemeinhin nur wenig mit der Aufklärung in Verbindung gebracht werden. In seiner Eröffnungsrede plädierte der Historiker und Philosoph Philipp Blom dafür, dass sich dies ändert. Denn eine neue, dringend gebrauchte Aufklärung müsse mit einer Rehabili­tierung der Leidenschaft beginnen.

Doggenhündin "Rida" während der Hundstage

Hundstage

Soeben, wie dem Jahreskalender zu entnehmen ist, haben die sogenannten "Hundstage" begonnen, eine, wie der Volksglaube besagt, "ungute Zeit", in der, paradoxerweise, vielerorts nicht einmal der Kirchgang als zuträglich angesehen wurde.

Ralf Rothmann

Ralf Rothmann erhält Uwe-Johnson-Preis 2018

Für seinen Roman "Der Gott jenes Sommers" erhält der in Berlin lebende Schriftsteller Ralf Rothmann den mit 20.000 Euro dotierten Uwe-Johnson-Preis 2018. Aus mehr als 100 Texten und Manuskripten wählte die sechsköpfige Jury den diesjährigen Preisträger aus. Die feierliche Preisverleihung an Ralf Rothmann findet während der Uwe-Johnson-Tage am 21. September 2018 in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin statt.

Zum Sündenbock kann jeder werden, ob Fußballspieler oder nicht

Kolumne UnARTig

Sündenböcke

Die Suche nach einem Sündenbock ist nicht nur im Fußball verbreitet. Doch die Schuld vor allem bei anderen zu suchen, statt bei sich selbst, hat wenig mit aufgeklärtem Denken zu tun. Es ist magisches Denken in Reinform.