Evolution

Grab eines erwachsenen Mannes aus der Salzmünder Kultur

Genetische Veränderungen durch steinzeitliche Ausbreitung bäuerlicher Lebensweise nachgewiesen

8.000 Jahre Anpassung hinterlassen Spuren in den Genen

JENA. (mpg) Die Erfindung der Landwirtschaft gilt als Revolution der Menschheitsgeschichte: Vor rund 7500 Jahren breiteten sich Ackerbau und Viehzucht in Mitteleuropa aus. Im Zuge dieser Entwicklungen musste sich der Mensch an neue Umweltbedingungen, ein verändertes Nahrungsangebot, sowie den engen Kontakt zu domestizierten Tieren und deren Krankheitserregern anpassen. Die damit verbundenen Selektionsprozesse spiegeln sich im Genom heutiger Europäer wider.

"I think"

Modell erklärt Entstehung der ersten biologische Spezies

Evolution: Am Ursprung der allerersten Art

GÖTTINGEN. (mpg) Das Leben auf der Erde glich anfangs wahrscheinlich einem großen genetischen Durcheinander. Vermutlich irgendwann zwischen 3,8 und 3,5 Milliarden Jahren vor unserer Zeit hat sich dann die erste biologische Art gebildet, aus der sich in der Darwinschen Evolution alle anderen Arten entwickelten.

Andreas Wagner: "The Arrival of the Fittest"

Das Leben tickt immer schon digital

BERLIN. (hpd) Nur die fitteste Art erhält sich, so lautet die Faustformel. Doch wie entsteht überhaupt das Fitteste oder wenigstens das Neue, fragt Andreas Wagner in seinem Buch "The Arrival of the Fittest", und gleich tun sich noch mehr Fragen auf. Wann kann man von Neuem sprechen? Ist das eine Angelegenheit des genetischen Unterschieds? Oder des physiologischen? Die Untersuchung, wie es entsteht, benötigt heute einen Schuss Biomathematik.

Weißflügel-Staffelschwanz-Pärchen (Malurus leucopterus) aus Australien.

Forscher klären Farbunterschiede zwischen den Geschlechtern bei Vögeln

Glamour färbt nicht ab

SEEWIESEN. (hpd/mpg) Forscher erklären das herrliche Gefieder der Männchen vieler Vogelarten mit sexueller Selektion: Nur das Männchen mit dem schönsten Gefieder kann bei Vogelweibchen landen. Manchmal sind die Weibchen jedoch bunter gefärbt als die Männchen.

Gemeinsamer Vorfahre von großen und kleinen Menschenartigen

Der erste Hominide - ein zierlicher Zwerg

BERLIN. (hpd) Glich der letzte gemeinsame Vorfahre von großen Menschenaffen und den Gibbons – abgesehen davon, dass er schwanzlos war und rudimentär aufrecht gehen, aber auch hangeln konnte – eher den heutigen Affen der Neuen Welt? So deutet David Alba seinen kleinen Schädelfund und die Skelettreste einer vier bis fünf Kilo schweren Äffin, die beim Ausbau der Mülldeponie im katalanischen Els Hostalets de Pierola zutage kamen.

Offene Tagung vom 31.10.-1.11.2015 in Gießen

Evokids-Kongress 2015

OBERWESEL. (hpd/gbs) Vom 31.10.–1.11.2015 findet in Gießen der 2. Evokids-Kongress statt. Das Evokids-Projekt wird dort erstmalig die fertiggestellten Materialien zum "Evolutionsunterricht an Grundschulen" vorstellen.

Frans de Waals neues Buch

Moral vor Religion

BONN. (hpd) Der Primatenforscher Fans de Waal macht in seinem Buch "Der Mensch, der Bonobo und die Zehn Gebote. Moral ist älter als Religion" deutlich, dass es Kooperation und Moral eben auch schon bei den Affen und anderen Tieren gegeben hat und demnach nicht aus der Religion heraus entstanden ist. 

Axel Meyer: "Adams Apfel und Evas Erbe"

Gene, Geschlecht und Gendergezänk

GÖTTINGEN. (hpd) "Einer neuen Wahrheit ist nichts schädlicher als ein alter Irrtum" heißt es irgendwo bei Goethe. Axel Meyer, Professor für Zoologie und Evolutionsbiologie an der Universität Konstanz und international ausgewiesener Genomforscher führt uns mit seinem Buch über die genetischen Grundlagen von Intelligenz und Geschlechtsunterschieden nachdrücklich die Weisheit des Goetheschen Sinnspruchs vor Augen.