Philosophie

Warum für Karl Marx die "Kritik der Religion" die "Voraussetzung aller Kritik" war

"Der Seufzer der bedrängten Kreatur"

Karl Marx ist derzeit in aller Munde – nicht nur in seiner Geburtsstadt Trier, wo sein 200. Geburtstag mit erstaunlichem Pomp gefeiert wird, sondern auch am Amtssitz des Bundespräsidenten, der eine kluge, ausgewogene Rede über Marx hielt. Auffällig ist jedoch, dass bei den vielen Gedenkveranstaltungen dieser Tage ein wesentlicher Aspekt des Marxschen Denkens ausgeblendet wird, nämlich die "Kritik der Religion", die für Marx die "Voraussetzung aller Kritik" war.

Artikelreihe zum 200. Geburtstag (Teil 3)

"Mythos Marx"?

Vor 15 Jahren veranstaltete die Thomas-Dehler-Stiftung ein öffentliches Streitgespräch zu "Karl Marx und den Folgen" zwischen dem konservativen Politologen Konrad Löw und dem humanistischen Philosophen Michael Schmidt-Salomon. Zum 200. Geburtstag von Karl Marx dokumentiert der Humanistische Pressedienst einen der Vorträge, die Schmidt-Salomon 2003 in Nürnberg gehalten hat.

Artikelreihe zum 200. Geburtstag (Teil 2)

"Mythos Marx"?

Vor 15 Jahren veranstaltete die Thomas-Dehler-Stiftung ein öffentliches Streitgespräch zu "Karl Marx und den Folgen" zwischen dem konservativen Politologen Konrad Löw und dem humanistischen Philosophen Michael Schmidt-Salomon. Zum 200. Geburtstag von Karl Marx dokumentiert der Humanistische Pressedienst einen der Vorträge, die Schmidt-Salomon 2003 in Nürnberg gehalten hat.

Artikelreihe zum 200. Geburtstag (Teil 1)

"Mythos Marx"?

Vor 15 Jahren veranstaltete die Thomas-Dehler-Stiftung ein öffentliches Streitgespräch zu "Karl Marx und den Folgen" zwischen dem konservativen Politologen Konrad Löw und dem humanistischen Philosophen Michael Schmidt-Salomon. Zum 200. Geburtstag von Karl Marx dokumentiert der Humanistische Pressedienst einen der Vorträge, die Schmidt-Salomon 2003 in Nürnberg gehalten hat.

Karl R. Popper und die offene Gesellschaft

"Ein Jahrhundertdenker"

"Meiner Meinung nach ist Karl Popper der größte Wissenschaftstheoretiker, der je gelebt hat" sagte der Biologie-Nobelpreisträger Sir Peter Medawar. Karl Raimund Popper (1902 – 1994) ist unbestritten einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts, seine Erkenntnisse zur Wissenschaftstheorie, Sozialphilosophie, Politischen Theorie etc. haben sich als richtungsweisend erwiesen und gesellschaftspolitische Entwicklungen und Diskussionen sowie auch moderne wissenschaftliche Methodik entscheidend geprägt.

Napoleon zu Pferde (S. Meister, 1832, Öl auf Leinwand, Städtisches Museum Simeonstift Trier)

Wie schon viele Denker und Philosophen in früheren Zeiten war auch Napoleon ein Atheist

"Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen"

Viele Gläubige reagieren ungläubig, wenn ihr Gott oder ihre Heilslehre kritisiert oder in Frage gestellt werden. Egal, ob sie an Jesus als Sohn Gottes, an Allah, Krishna, Buddha oder sonst einen Religionsführer oder spirituellen Meister glauben. Es scheint, als ergebe für Strenggläubige ein Leben ohne religiösen Inhalt keinen Sinn.

Emanuele Coccia entwirft eine Ontologie der Pflanzen

Sie wurzeln im All

Anthropozän war gestern, eigentlich müsste man zuerst vom Phytozän sprechen, machen die Pflanzen doch die Welt erst zu einer und einer für alles weitere Leben bewohnbaren. Sie wirken ohne zu handeln, sind offen schlechthin und verbinden durch die von ihnen geschaffene Atmosphäre alles mit allem. Grenzenlosigkeit und Inklusion statt Exklusion – die Pflanzen leben es uns vor. Emanuele Coccia entwickelt eine Philosophie der Pflanzen.

Bisher unbekannter Text von Hannah Arendt publiziert

Freiheit – die Macht eines Gefühls

Am 11. April 1967 hielt Hannah Arendt in Chicago einen Vortrag unter dem Titel "Revolution und Freiheit". Im Sommer 2017 stellte Arendts Assistent Jerome Kohn einen Text unter dem Titel "Die Freiheit, frei zu sein" aus ihrem Nachlass ins Netz. Er fand ihn ohne Titel und Hinweis auf Entstehungszeit und Verwendung. Das Manuskript dürfte aber in jener Zeit entstanden sein. Nun erscheint es fast zeitgleich in Amerika und in Deutschland in Buchform.

Rezension

Die Bibel der Atheisten

Das schmale Bändchen ist eine "Sammlung von Zitaten berühmter Atheisten von Xenophon über Sigmund Freud bis hin zu Woody Allen." Nun läßt es sich trefflich darüber streiten, ob jedes der Zitate das beste des ausgewählten Autoren ist; darüber, ob im Kanon nicht etliche Stimmen fehlen. Doch angesichts einer Zeitspanne von fast 3.000 Jahren und nicht einmal 200 Seiten Platz ist die Zitatensammlung gut gelungen.