Studie

Bischof-Janssen-Straße in Hildesheim

Studie: Missbrauch im Bistum Hildesheim

Alles, was zählte, waren Machterhalt und Täterschutz

Vergangene Woche wurde der Abschlussbericht zur Untersuchung sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim während der Amtszeit von Bischof Heinrich Maria Janssen an Jens Windel von der Betroffeneninitiative-Hildesheim und den Bischof Wilmer (Hildesheim) übergeben. Was die Betroffeneninitiative von dem Papier hält, hat sie in einer ersten Einschätzung zusammengefasst.

Evaluation durch Staatsinstitut belegt:

Islamischer Unterricht ohne positiven Einfluss auf die Integration

Von 2009 bis 2021 lief in Bayern der Modellversuch "Islamischer Unterricht". Um eine positive Bewertung sicherzustellen, wurden bei zwei Evaluationen ausschließlich nur diejenigen befragt, die an einem islamischen Religionsunterricht ein besonderes Interesse haben: islamische Lehrkräfte, islamische Eltern, islamische Schüler*innen und Schulleiter*innen, die sich durch Teilnahme ihrer Schule am Modellversuch Vorteile versprechen. Doch dieses wissenschaftlich fragwürdige Studiendesign führt nicht zum gewünschten Ergebnis.

Studie zeigt, dass die eigenen Landsleute bevorzugt werden

Nationaler Egoismus ist weltweit verbreitet

In unserer globalisierten Welt sollte die Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern verschiedener Nationen eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Doch weltweit kooperieren Menschen eher mit ihren eigenen Landsleuten als mit Ausländern. Das ergab die Studie eines internationalen Forscherteams.

Moralvorstellungen in den USA

Der Zeitgeist ruft

Die Moralvorstellungen der US-Amerikaner:innen sind so liberal wie nie. Zu diesem Ergebnis kommt eine seit 2001 jährlich durchgeführte Umfrage der Analytikfirma Gallup. Auch die jährlich durchgeführte Befragung "American Worldview Inventory" der Arizona Christian University zeigt, dass besonders jüngere Menschen sich immer weniger mit biblischen Moralvorstellungen  identifizieren. Die stärkste Polarisierung lässt sich bei den Themen Abtreibung und Transgeschlechtlichkeit beobachten.

Homöopathische Forschung – eine neue "Vorzeigestudie"?

Dass Homöopathie nach dem Stand der Erkenntnisse mit der in den Naturwissenschaften maximal möglichen Sicherheit eine spezifisch wirkungslose Scheintherapie ist, das ist inzwischen – natürlich mit Ausnahme der homöopathischen Interessensphäre – Konsens. Dass und warum nach wie vor klinische Forschung zur Homöopathie betrieben wird, wirft insofern Fragen auf. Eine aktuelle Studie will nun bewiesen haben, dass ergänzende homöopathische Therapien Überlebenszeit und Lebensqualität von LungenkrebspatientInnen verbessern können. Udo Endruscheit vom Informationsnetzwerk Homöopathie (INH) hat sie sich genauer angesehen.

Studie der University of Cambridge

Die Neurowissenschaft der Ideologie

Dogmatische Menschen denken langsamer, religiöse sind pessimistischer als ihre Mitmenschen; politisch konservativ Eingestellten fällt es schwerer, langfristig und systemisch zu denken. Zu diesen Ergebnissen kommen fünf Foscher:innen der University of Cambridge. Sie bauten die Untersuchung auf einer vergangenen Studie mit über 500 Teilnehmer:innen auf, die 37 kognitive und 22 Persönlichkeitstests absolviert hatten.

Schnelles Denken, langsames Denken in der Coronakrise

Wer über ein gutes Verständnis wissenschaftlicher Zusammenhänge verfügt, glaubt weniger an Corona-Verschwörungserzählungen. Doch gerade in Krisenzeiten, wie wir sie derzeit erleben, können Emotionen leicht die Oberhand gegenüber dem rationalen Denken gewinnen und die Anfälligkeit für Pseudowissenschaft und Verschwörungsdenken erhöhen.