Terrorismus

Rezension

Eine assoziative Analyse der IS-Sprache

Der französische Philosoph Philippe-Joseph Salazar legt mit "Die Sprache des Terrors. Warum wir die Propaganda des IS verstehen müssen, um ihn bekämpfen zu können" eine Analyse zum Thema vor. Leider sind seine Betrachtungen mehr assoziativ denn systematisch, mehr essayistisch denn wissenschaftlich ausgerichtet, wodurch viele gute Ideen neben unverbindlichen Sätzen stehen.

Wie der "Islamische Staat" im Westen wirkt

Die Dschihad-Subkultur im Westen

Daniela Pisoiu sieht in der "IS-Generation" eine politische Subkultur als Widerstand gegen den politischen Mainstream. Tiefe religiöse oder ideologische Kenntnisse scheinen zweitrangig zu sein. Die Priorität liegt auf sofortigem Handeln.

Feuer

Mehr Religion gegen religiösen Terror gefordert

Wenn ein Brand mit Benzin gelöscht werden soll

Unisono tönt es: Wir brauchen mehr Religion gegen den (religiösen) Terror! Bombenbauer, Messerschwinger und andere Mörder seien alles nur Menschen, die die Religion nicht richtig verstanden haben – so heißt es. Deshalb – so die verquere Logik – müsse es mehr Religionen geben.

Darstellung zur Entwicklung der Organisation

Der IS und das "digitale Kalifat"

BONN. (hpd) Der Journalist Abdel Bari Atwan legt mit "Das digitale Kalifat. Die geheime Macht des islamischen Staates" eine Darstellung zur Entwicklung des IS vor. Entgegen des Titels gibt es keine Schwerpunktsetzung auf die digitale Komponente der islamistischen Organisation, gleichwohl wird ihre Entwicklung und ihre Praxis kompetent beschrieben und kommentiert.

Kommentar

Ich, der Leser, Teil des Problems

BERLIN. (hpd) Nizza, Würzburg, München, Ansbach – das gezielte Töten von Menschen ist auch ein Medienereignis. Unter die vielen schnellen Informationen mogeln sich auch gezielte Lügen. Journalisten und Medienkonsumenten sind Teil des Problems, aber auch Teil der Lösung, findet hpd-Gesellschaftskolumnist Carsten Pilger.

Der Radikalisierungsprozess der NSU-Terroristen

BONN. (hpd) Der Politikwissenschaftler Matthias Quent legt mit "Rassismus, Radikalisierung, Rechtsterrorismus. Wie der NSU entstand und was er über die Gesellschaft verrät" eine Studie zum Thema vor. Während der erste Teil zu methodischen Fragen eher beschreibend und einseitig gehalten ist, gelingt dem Autor im zweiten Teil eine Rekonstruktion einer sicherlich diskussionswürdigen, aber wichtigen Deutung des NSU-Radikalisierungsprozesses.