Wissenschaft

Helge Bergmann

Interview

Esoterisches Wasser als Lifestyleprodukt

BERLIN. (hpd) Es ist unser wichtigstes Grundnahrungsmittel: Wasser. Obwohl in Mitteleuropa die allermeisten Menschen Zugang zu frischem, sauberem Wasser haben, ist in den letzten Jahren ein Markt für "noch besseres” Wasser entstanden. Der Chemiker Helge Bergmann hat diesen in seinem neuen Buch unter die Lupe genommen.

Fledermäuse passen ihre Echoortungslaute an Lärm an

Keine stille Nacht

SEEWIESEN. (mpg) Fledermäuse orientieren sich im Flug akustisch durch Echoortungslaute und nutzen diese auch meistens zur Nahrungssuche. Wie die Tiere mit Beeinträchtigungen durch Umgebungslärm umgehen, fand nun ein Team von Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Ornithologie Seewiesen und der Ludwig-Maximilians-Universität München heraus.

Basstölpel

Tim Birkhead: "Die Sinne der Vögel oder Wie es ist, ein Vogel zu sein"

Chorgesang und Echolot – warum sie singen

BERLIN. (hpd) Vögel und Menschen haben einiges gemeinsam. Sie verlassen sich am meisten auf ihren Sehsinn und den zu hören. Sie sind meistens sehr soziale Wesen, und 90 Prozent aller Vogelarten leben monogam. Das Verhalten wird bestimmt durch das, was die Sinne vermitteln. "Die Sinne der Vögel oder Wie es ist, ein Vogel zu sein" betitelt der Verhaltensforscher Tim Birkhead sein Buch, Frucht eines ganzen Forscherlebens.

Mit HI-Viren (gelb) infizierte T-Zelle (blau) des Immunsystems.

Wissenschaftler analysieren die Dynamik, mit der sich HI-Viren verändern

Evolution im Zeitraffer

TÜBINGEN. (mpg) HIV wandelt sich rasant und bildet nach einer Infektion unzählige Virus-Varianten. Wissenschaftler aus der Arbeitsgruppe von Richard Neher vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben in Kooperation mit Arbeitsgruppen aus Stockholm die Evolution von HI-Viren in mehreren Patienten über einige Jahre analysiert. Diese Berechnungen erlauben nicht nur Rückschlüsse auf die Evolution von Organismen, sondern könnten auch bei der Impfstoffentwicklung hilfreich sein.

Gamble, Gowlett und Dunbar entdecken das soziale Gehirn

Am Anfang war das Lachen

BERLIN. (hpd) Das menschliche Denken beschäftigt sich, wie das der Affen, zum größten Teil mit seinen Artgenossen. Das Nachsinnen über deren Absichten und die Herausforderung, mit ihnen klar zu kommen, machten den Menschen immer schlauer. Das Gehirn passte sich an und wuchs. Lange vor den Werkzeugen schufen sich die Menschen Instrumentarien aus Sprache, Musik und Tanz, was sie befriedete und zusammenhielt, so die These von Gamble, Gowlett und Dunbar.

T. Colin Campbells neues Buch

Ernährungsforschung zwischen Erkenntnistheorie und Ökonomie

BONN. (hpd) Der Ernährungswissenschaftler T. Colin Campbell, Autor der berühmten "China Study", legt mit "InterEssen – Ernährungswissenschaft zwischen Ökonomie und Gesundheit" ein neues Buch vor, welches in einem reduktionistischen Denken und ökonomischen Interessen die Gründe für die Prägung des Nahrungsverhaltens in der westlichen Welt sieht. 

Rezension

Edward O. Wilson: Der Sinn des menschlichen Lebens

OSTERWITZ/AT (hpd) Ein Buchtitel, der Skepsis weckt. Wer kann sich zutrauen, den Sinn des menschlichen Lebens (aus evolutionärer Sicht) umfassend zu beschreiben? Der 86jährige, weltweit sehr bekannte amerikanische Biologe, Insektenkundler, Evolutionstheoretiker und Soziobiologe Edward O. Wilson – Träger zahlreicher hoher und höchster wissenschaftlicher Auszeichnungen sowie auch des Pulitzer-Preises – unternimmt das Wagnis.

Verhaltensapparaturen

Optische Illusionen für das Fliegenhirn

Relative Wahrnehmung der Welt

MARTINSRIED. (mpg) Wird der Preis eines Produktes herabgesetzt, erhöht sich die Kaufbereitschaft – das Produkt erscheint preiswerter, obwohl es vielleicht immer noch zu teuer ist. Unsere Wahrnehmung der Welt ist somit oft relativ: Wir vergleichen, was wir sehen, mit einem Bezugspunkt – hier mit dem Preis vor dem Rabatt. Das Gleiche gilt für die Wahrnehmung von Helligkeitsreizen.

Startschuss für das Max Planck ETH Center für Lernende Systeme

Maschinen das Lernen beibringen

ZÜRICH. (hpd) Für Menschen, und generell für Tiere, ist es selbstverständlich; Maschinen müssen es dagegen erst lernen: das Lernen. Um ihnen dabei zu helfen, gründen die Max-Planck-Gesellschaft und die ETH Zürich das Max Planck ETH Center for Learning Systems.

"I think"

Eliezer Yudkowsky: Evolution – ein fremdartiger Gott

BERLIN. (hpd) "Ein faszinierender Aspekt der Evolutionstheorie ist", so Jacques Monod, "dass jeder denkt, er würde sie verstehen." Ein Mensch, der auf die Welt blickt, sieht stets einen Zweck in den Dingen. Die Beine eines Hasen, geschaffen, um zu rennen, die Zähne eines Fuchses, geschaffen um zu zerreißen. Doch was man sieht, entspricht nicht unbedingt dem, was ist…