Der Autor befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene. Er schreibt zudem für watson.ch.
Beim Berliner Sturm auf den Reichstag hetzte eine Heilpraktikerin die Demonstranten mit der Behauptung auf, Donald Trump sei soeben in Berlin gelandet und unterstütze den Protest.
Sektenführer, Gurus und radikale Glaubensgemeinschaften gebärden sich als Hüter der letzten Wahrheiten und versprechen die Erlösung für das Leben im Diesseits wie im Jenseits. Dies bedeutet für die Anhänger und Mitglieder, dass sie sich bedingungslos anpassen. Diese Anpassung hat meist die Qualität einer Unterordnung und Selbstaufgabe.
Eine beliebte Disziplin der Esoterik ist das positive Denken. Alle erleben diese Methode bei alltäglichen Gesprächen – "Du musst nur positiv denken, dann wird alles gut!" –, doch die wenigsten kennen den esoterischen Ursprung dieser vermeintlich unverfänglichen Redewendung.
Christliche Fundamentalisten versuchen den Widerspruch von der Schöpfungslehre und der Evolutionstheorie aufzulösen. Daraus resultiert eine seltsame Theorie.
"Macht Glaube glücklich?" Diese Kardinalsfrage stellte Mona Vetsch ins Zentrum ihrer 75-minütigen Fernseh-Reportage auf SRF1 vergangene Woche. Für ihr ambitioniertes Projekt suchte die Moderatorin mehrere Schauplätze auf. Hugo Stamm zieht sein Fazit: Eher nicht.
Esoterik wird als sanftes Wundermittel im rauen Zeitalter der grobstofflichen Realität gepriesen, in der nüchterne Technik und angeblich seelenlose Wissenschaften unser Leben prägen und dominieren. Deshalb propagiert die moderne Spiritualität eine Gegenwelt, in der Liebe und Licht, Erlösung und Erleuchtung, innere Mitte und höheres Bewusstsein, kosmische Dimensionen und ein neues Zeitalter auf uns warten sollen.
Die Sektenlandschaft wurde in den letzten 20 Jahren in der Schweiz fundamental umgepflügt. Das gilt auch für Europa und weite Teile der Welt. Beherrschten früher totalitäre Grossgruppen und Sektendramen die Schlagzeilen, wird die Sektenszene heute vor allem von kleinen Gruppen geprägt. Mit dem Resultat, dass Sektenthemen in den Medien nur noch selten aufscheinen.
Laut Bibel zerstörte Gott die beiden biblischen Städte Sodom und Gomorrha, weil die Bewohner ein ausschweifendes Leben führten. Dabei nahm er keine Rücksicht auf Unschuldige.