Hugo Stamm

Der Autor befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene. Er schreibt zudem für watson.ch.

Artikel des Autoren

Symbolbild

Sekten wie Scientology sind nicht weg – sie sind nur leiser geworden

Es gab eine Zeit, da waren Sekten in den Medien allgegenwärtig. Es verging kaum ein Tag, ohne dass radikale religiöse, esoterische und weltanschauliche Gruppen für Schlagzeilen sorgten. Schließlich gab es in der Schweiz mehrere hundert problematische Gruppierungen. Kleine, mit einem Dutzend Anhängern und große, mit Zehntausenden Mitgliedern. Und heute? Das Rauschen im Blätterwald ist weitgehend verstummt. Deshalb wird der Autor oft gefragt, ob es überhaupt noch Sekten gibt.

Wunder sind die neue Normalität

Die moderne westliche Esoterik oszilliert zwischen spirituellem Kitsch, übersinnlichen Wundern und Aberglaube. Ein Erfolgsrezept. Nicht zuletzt wegen des Internets, wo die Hunderte von esoterischen Disziplinen und Zehntausende von Anbietern weltweit reihenweise angeklickt werden. Eines dieser Angebote ist der Lichtnahrungsprozess, der unter die Kategorie der kuriosen Wunder einzuordnen ist.

Zeugen Jehovas am Bahnhof in Frankfurt am Main

Zeugen Jehovas scheitern vor Europäischem Gerichtshof

Nachdem in Dänemark ein Arzt einem verunfallten und schwer verletzten Zeugen Jehovas in einem Notfall Fremdblut verabreicht hatte, klagte seine Frau vergeblich beim Europäischen Gerichtshof. Zudem legte die Frau des Verstorbenen vergeblich eine Beschwerde gegen das Spital wegen Missachtung des Patientenwillens ein.

Symbolbild

Mütter entführen ihre Kinder, weil sie an Verschwörungstmythen glauben

Die Corona-Pandemie wirft ihre langen Schatten bis in die heutigen Tage. Das Virus hat zwar seinen Schrecken verloren, doch das Bewusstsein der Verschwörungstheoretiker und Schwurbler bleibt vergiftet. Sie sind immer noch gefangen in ihrer geistigen Verirrung, und ihr Fanatismus lebt munter weiter. Die Auswüchse dieses Phänomens lassen sich an zwei tragischen Familiengeschichten festmachen.