Bildung

Schleswig-Holstein kürzt Schulunterricht – aber nicht in Religion

Das Land Schleswig-Holstein kürzt mit Beginn des nächsten Schuljahres die Unterrichtsstunden in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern Geschichte, Erdkunde und Wirtschaft-Politik. Dagegen wird das Fach Religion weiterhin im gleichen Umfang unterrichtet. Kritik an dieser Bevorzugung kommt von der SPD-Opposition im Landtag. Der Zentralrat der Konfessionsfreien weist zudem auf die fragwürdige Rolle des religiösen Bekenntnisunterrichts an öffentlichen Schulen hin.

Altes Klassenzimmer

"Gemeinsam Ethik statt getrennt Religion"

Es sollte einen gemeinsamen Ethik-Unterricht geben – statt dem nach Konfessionszugehörigkeit getrennten Religionsunterricht. Das fordert der Zentralrat der Konfessionsfreien in einem aktuellen Papier. Der vorgeschlagene Weg: Vorschriften der Bundesländer sollen geändert werden – mit dem Ziel, dass öffentliche, staatlich getragene Schulen gemäß Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz als bekenntnisfrei gelten und daher keinen konfessionellen Religionsunterricht anbieten müssen.

Säkulares, wissenschaftsaffines Bildungsprojekt steht zur Abstimmung

Noch bis Sonntag läuft ein Publikumsvoting zum Einzug in das Finale zur Wahl der besten Geschäftsidee in Niederösterreich, bei dem auch Non-Profit-Projekte berücksichtigt werden. Das Projekt eines hpd-Autors, das nachstehend vorgestellt wird, ist als internationale Wanderausstellung konzipiert, weshalb man auch in Deutschland und der Schweiz mit abstimmen kann.

Düsseldorfer Gericht: Schulunterricht nur ohne Gesichtsschleier

Ein Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen darf eine Schülerin mit Vollverschleierung vom Unterricht ausschließen. Das entschied das Verwaltungsgericht Düsseldorf. Nach Ansicht der Kammer beeinträchtige die weitgehende Bedeckung des Gesichts den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule – die Glaubensfreiheit sei demgegenüber von untergeordneter Bedeutung.

Deckblatt Lebenskundebuch

40 Jahre Humanistische Lebenskunde: Ein Erfolgsmodell für ganz Deutschland?

Aus einer kleinen pädagogischen Nische wurde das größte Fach im Bereich des Religions- und Weltanschauungsunterrichtes in Berlin: Die Humanistische Lebenskunde. Im aktuellen Schuljahr 2024/25 ist der Humanistische Verband mit über 73.000 Schüler*innen und über 400 hauptamtlichen Lehrkräften mit dem Schwerpunkt Grundschule der größte Anbieter. Über die Erfolgsgeschichte eines Unterrichtsfaches.

Altes Klassenzimmer

Religionsunterricht? Nein danke.

Immer weniger Schülerinnen und Schüler nehmen am christlichen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen teil. Nach Zahlen der Kultusministerkonferenz waren es im vergangenen Jahr 53,7 Prozent. Zum Vergleich: Im Schuljahr 2015/2016 waren es noch 68,8 Prozent gewesen.

Gleichstellungsklage eingereicht

Der Antrag des Bertha von Suttner-Studienwerks (BvS) auf Anerkennung und finanzielle Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wurde abgelehnt. Diese Entscheidung steht im Widerspruch zu den Grundsätzen der Gleichbehandlung, die im Grundgesetz verankert sind.