Katholikentag Münster 2018
Müllrekord beim Katholikentag
© Daniela Wakonigg
Der diesjährige Katholikentag in Münster stellte einen Rekord auf. Allerdings nicht, was die Zahl der Besucher oder sonstige positive Erwartungen der Stadtväter betraf, sondern hinsichtlich der von den Besuchern produzierten Müllmenge. Diese war deutlich größer als bei vergleichbaren Events.
Vor knapp drei Monaten legte der von Stadt, Land und Bund großzügig mitfinanzierte Katholikentag die Stadt Münster für mehrere Tage lahm. Das Event stellte hierbei einen Rekord auf. Dieser betraf jedoch weniger die Anzahl der Besucher, die mit 70.000 vergleichsweise überschaubar ausfiel, als den von diesen Besuchern erzeugten Müll: Ganze 40 Tonnen Abfall wurden von den örtlichen Abfallwirtschaftsbetrieben während der fünf Tage eingesammelt, 25 Tonnen Straßenkehricht, Abfälle aus Papierkörben und Veranstaltungstonnen und 15 Tonnen Restabfall aus den von der Stadt zur Verfügung gestellten Unterkünften der Teilnehmenden.
Man Vergleiche: Nach dem Rosenmontagszug in der Karnevalshochburg Münster mit über 110.000 Besuchern kommen 20 Tonnen Müll zusammen. Beim Münsteraner Stadtfest "Münster mittendrin" wurde in drei Tagen bei geschätzten 100.000 Besuchern 13,5 Tonnen Abfall gesammelt. Noch weniger Müll wird in Münster nach dem 1. Mai (5,5 Tonnen) und dem sogenannten "Vatertag" (3 Tonnen) auf den beliebten Aaseewiesen gesammelt.
Zwei Fragen bleiben offen: Kommt die Stadt Münster mit dem vom Rat verabschiedeten Sachkostenzuschuss von je 10.000 € für Entsorgung und Reinigung aus und was, wenn nicht? Und wie verträgt sich das mit dem Umweltbewusstsein der – nach eigenen Angaben der Veranstalter – in ganz Deutschland bekannten Marke "Klimaneutraler Katholikentag", die "Maßstäbe in der Organisation von Großveranstaltungen" setzen will? Die Antwort auf die erste Frage sollten die Münsteraner Kommunalpolitiker im Auge behalten. Die Antwort auf die zweite Frage müssen die Veranstalter mit ihrem eigenen Gewissen ausmachen.
Kommentare (6)
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Und könnte man den ganzen
Und könnte man den ganzen Müll wiegen, der dort zusammengeredet wurde, kämen nochmals 100 Tonnen obendrauf. Der intellektuellen Vergiftung wegen wären die dann aber Sondermüll.
christen halt. sie kennen nur
christen halt. sie kennen nur 9 gebote, das an das sie sich halten sollen haben sie vergessen. ja und dann auf andere zeigen, fangt den dieb.
Das sind ja Riesenzahlen, die
Das sind ja Riesenzahlen, die uns Unwissenden da um die Ohren gehauen werden! mal auf einen überschaubaren Nenner Nenner gebracht: das sind pro Besucher knapp 6 Kilo! Dessen ungeachtet: wo liegt das Problem? mit welcher Begründung werden die Kosten für 40 Tonnen Müll-Entsorgung nicht der Kirche in Rechnung gestellt, sowie auch den Veranstaltern anderer öffentlicher Events?
Und bei'm nächsten staatlich finanzierten Kirchentag bitte gleich als Vorkasse! als Rechnungssumme nehme man den Erfahrungs-Durchschnitt aus Kirchentagen der letzten 5 Jahre (zB.)
Diese Kirchentage sind eine Farce, die uns Steuerzahler(ja, auch die Atheisten, Agnostiker, Humansten etc. jährlich Millionen kosten
Ehrlich gesagt: ich würde mich schämen, an einer Zusammenkunft der Atheisten teilzunehmen, die größtenteils von der katholischen Kirche finanziert wird! Aber ich bin der Überzeugung, dass weder ein Pfaffe, noch ein Bischof oder gar der Papst (die alle auf Staatskosten studiert haben, Ihre Gehälter und pensionen vom Staat erhalten), wissen, wie man das Wort "schämen" schreibt?!
Wahrhaft ein trauriger Müll
Wahrhaft ein trauriger Müll-Rekord, stofflich wie geistlich, der bei diesem "Katholikentag" produziert wurde.
Der geistige Müll wiegt noch
Der geistige Müll wiegt noch schwerer, kann aber aufgrund seiner Unüberschaubarkeit nicht rechnerisch ermittelt werden. Da scheitert auch die Wissenschaft.
Dass Bild mit den gelben
Dass Bild mit den gelben Säcken ist falsch. Es müssten schwarze Säcke sein.....