Gesellschaft

Friedhofshain

70 Jahre nach der Befreiung

DRESDEN. (hpd) Am 8. Mai 1945 war der 2. Weltkrieg in Europa zu Ende. Die gesamte Wehrmacht wurde zur Kapitulation gezwungen und damit der Weg zu einem friedlichen Europa geebnet. Endlich war das furchtbare Kapitel der Weltgeschichte zu Ende. Auf dem schwierigen Weg zu einer einheitlichen Erinnerungskultur scheint die Bundesrepublik voranzukommen. Das Stillschweigen über die Befreiung auf der einen Seite und die Glorifizierung der Sowjetarmee auf der anderen Seite sind einem Konsens der Geschichtsbetrachtung und der Aufarbeitung gewichen. Doch was geschieht mit den Denkmälern, die zu Ehren der Sowjetarmee errichtet wurden?

Métro

Die Pariser Métro

PARIS. (hpd) Die Pariser Métro ist ein eigener Mikrokosmos mit vielen Facetten. Sie ist ein Ort der Einkehr, ebenso wie der Konfrontation. In einer Kolumne beschreibt Carsten Pilger ihren ambivalenten Charakter sowie die Menschen, die sich täglich in und mit ihr bewegen. 

Die verkehrte politische Botschaft

BERLIN. (hpd) Heute berät der Innenausschuss des Deutschen Bundestags über einen Gesetzentwurf zur Reform des Verfassungsschutzes, mit dem auch die Befugnisse zur geheimdienstlichen Kommunikationsüberwachung durch den Bundesnachrichtendienst (BND) erweitert werden sollen (BT-Drs. 18/4654). 

Prof. Dr. Hajo Funke

Trotz der Selbstzerstörung des Nationalsozialismus gibt es heute Nationalsozialisten

BERLIN. (hpd) Am 8. Mai jährt sich die Kapitulation Deutschlands. Dieses Datum beendete im Jahr 1945 - also vor 70 Jahren - den 2. Weltkrieg, der mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann. Der hpd bat einige Autoren, ihre Gedanken zu diesem Tag niederzuschreiben. Heute fragt Prof. Dr. Hajo Funke, ob die Gesellschaft Lehren aus der Zeit des Nationalsozialismus zog.

Der Fall Jakob Augstein

BONN. (hpd) Der Philologe Lukas Betzler und der Politikwissenschaftler Manuel Glittenberg nehmen in ihrer Studie "Antisemitismus im deutschen Mediendiskurs. Eine Analyse des Falls Jakob Augstein" eine diskurs- und textanalytische Untersuchung zum Thema vor. Die Autoren sehen in dem Vorfall eine Form des "verschleierten Antisemitismus", wobei sie aber etwas einseitig in Richtung dieser Deutung formulieren und keine Kontroll-Kriterien zur Prüfung ihrer Deutung nutzen.

Tanzverbot bedarf an einigen Stellen einer Überprüfung

KONSTANZ. (hpd) Jährlich führt der Karfreitag mit seinem Tanzverbot nicht nur im "Ländle" zu Diskussion und Protest: In einem Antwortschreiben an die "Humanistische Alternative Bodensee" (HABO) betonte der baden-württembergische Ministerpräsident nun nochmals, dass prinzipiell an der Regelung festgehalten werde.

Antiziganismus als Form Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

BONN. (hpd) Der Historiker Wolfgang Wippermann behandelt in seinem Buch "Niemand ist ein Zigeuner. Zur Ächtung eines europäischen Vorurteils" den gegen Roman und Sinti gerichteten "Antiziganismus" als Form Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Man erhält durch den gut lesbaren Band einen informativen Überblick zum Thema, wobei manche analytischen Aussagen nicht immer überzeugen können.

Sendezentrum 1 des ZDFs in Mainz

Mehrheit der Deutschen gegen stärkeren Einfluss der Religionen im ZDF-Fernsehrat

BERLIN. (hpd/gbs/fowid) 60 Prozent der Deutschen lehnen einen größeren Einfluss der Vertreter der Religionen im ZDF-Fernsehrat ab, 61 Prozent sprechen sich dafür aus, dass dort auch Repräsentanten der Konfessionsfreien vertreten sein sollten. Dies geht aus einer repräsentativen EMNID-Studie hervor, die die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) heute auf ihrer Internetseite veröffentlichte.

Kirchliches Selbstbestimmungsrecht und individuelles Arbeitsrecht

BERLIN. (hpd) Die eigene Religion, die sexuelle Orientierung oder der Wunsch, nach einer gescheiterten Ehe wieder zu heiraten, können eine Anstellung bei einem kirchlichen Träger ausschließen oder eine Kündigung nach sich ziehen. Kam es deswegen in der Vergangenheit zu einem Streit, räumten die Gerichte dem Selbstbestimmungsrecht der Kirchen in der Regel den Vorrang ein.