Inge Hüsgen

Die Autorin ist die Chefredakteurin des "Skeptiker", der Vierteljahreszeitschrift der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) sowie Redakteurin beim Humanistischen Pressedienst.

Artikel der Autorin

Podiumsdiskussion

Unbewusste Prozesse im Fokus

"Iss Popcorn", "Trink Cola!", mit diesen Werbebotschaften sollten amerikanische Kinobesucher 1957 zum Konsum angeregt werden. Der Clou: Die Werbung erschien jeweils nur für Sekundenbruchteile auf der Leinwand – zu kurz, um bewusst bemerkt zu werden. Und tatsächlich sei der Verkauf beider Produkte deutlich angestiegen, hieß es. Ist es also möglich, Menschen mit subliminalen, d. h. unterschwelligen Reizen zu manipulieren, ohne dass es ihnen bewusst ist? Die Behauptung löste einen Aufschrei der Entrüstung aus, subliminale Werbung wurde in den USA verboten.

Papst Franziskus (2016)

Papst kritisiert beide US-Präsidentschaftskandidaten

Papst Franziskus übt scharfe Kritik an beiden US-Präsidentschaftskandidaten: An Trump wegen seiner Ablehnung von Migranten, an Kamala Harris weil sie sich für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch einsetzt. Katholische Wähler müssten bei der Entscheidung auf ihr Gewissen hören, so der Papst weiter. Die US-amerikanische Bischofskonferenz gibt dagegen eine klare Wahlempfehlung. Sie positioniert sich gegen Abtreibung – und stellt sich damit letztlich auf die Seite von Donald Trump.

Kirchengelder für Missbrauchsbetroffene: Zweierlei Maß?

300.000 Euro Schmerzensgeld für ein Opfer sexueller Gewalt durch einen Priester – dieses Gerichtsurteil setzte 2023 einen Maßstab für den Umgang der Kirchen mit den Verbrechen ihrer Angehörigen. Erheblich weniger, nämlich nur 191.000 Euro insgesamt, sollen 16 Betroffene von Missbrauch durch Ordensleute der Missionare von der Heiligen Familie erhalten. In einem Offenen Brief fordern sie jetzt die gleiche Behandlung aller Betroffenen und Transparenz bei den Entscheidungen.

Das Turiner Grabtuch

Das Turiner Grabtuch: Stoff für Legenden

Einige Christen verehren das Turiner Grabtuch als Leichentuch Christi. Doch eine überwältigende Anzahl von wissenschaftlichen Befunden spricht dafür, dass es sich bei dem Stoffstreifen mit dem Umriss einer menschlichen Gestalt um das Werk eines mittelalterlichen Künstlers handelt. Ein spanischer Forscher liefert nun eine weitere Bestätigung.

Epiphanius, Oberhaupt der ukrainisch-orthodoxen Kirche

Wegen Nähe zu Moskau: Ukraine verbietet ukrainisch-orthodoxe Kirche

Weil sie die russische Regierung unterstützen soll, hat das Parlament der Ukraine die ukrainisch-orthodoxe Kirche verboten. Nach offizieller Lesart soll das Verbot die "geistliche Unabhängigkeit" des ukrainischen Staates schützen. "Ein unabhängiges Land muss auch spirituell unabhängig sein", schrieb dazu Präsident Wolodymyr Selenskij auf X. Das Parlament verabschiedete den Gesetzentwurf am 20. August mit 265 von 322 Stimmen.

Ansicht des Erfurter Domes (links) und der Severikirche (rechts).

Thüringen: Parteien wollen Ende der Staatsleistungen

Am kommenden Sonntag sind Landtagswahlen in Thüringen. Alle Parteien im derzeitigen Thüringer Landtag sprechen sich für eine Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen aus. Zudem gibt es Vorschläge, die Kirchensteuer zu streichen oder durch andere Finanzierungsmodelle zu ersetzen. Das ergab eine Befragung der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten durch die Kirchenzeitung "Glaube und Heimat" aus Weimar. Das Blatt hatte beides im Rahmen seiner Wahlprüfsteine für die Spitzenkandidatinnen und Kandidaten abgefragt.

UN-Berichterstatterin gegen Selbstbestimmungsgesetz – Bundesregierung und Verbände widersprechen

Das Selbstbestimmungsgesetz ermöglicht es Transmenschen künftig, ihren Geschlechtseintrag beim Standesamt ändern zu lassen. Für diesen Schritt sind dann kein Gutachten und keine Gerichtsentscheidung mehr notwendig. Scharfe Kritik am Gesetz kommt jetzt von Reem Alsalem, der UN-Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die Bundesregierung und viele Verbände weisen Alsalems Stellungnahme energisch zurück.