Verhältnis zu Saudi-Arabien und Katar neu überdenken

Der französische Oppositionspolitiker Le Maire will prüfen lassen, wie Staaten Verbündete sein können, die "terroristische Gruppen und Diskurse unterstützen."

In einem Interview mit der Zeitung Le Parisien forderte er, dass man die außenpolitischen Beziehungen zu bestimmten Staaten im Nahen Osten neu überprüfen müsste, "um nicht weiterhin Staaten als Verbündete und zum Partner zu haben, die terroristische Gruppen unterstützen, protegieren oder subventionieren".

Konkret nannte er in diesem Zusammenhang: Saudi-Arabien, Katar, den Jemen aber auch die Türkei. 

Seit Monaten tauchen in Berichten internationaler Medien, auch in unabhängigen arabischen Publikationen, die ideologischen Verbindungen zwischen dem strenggläubigen Wahhabismus und den Dschihadisten des IS auf. Zudem werden ganz konkret Geldströme in Kanäle bewaffneter radikaler Islamistengruppen nachgewiesen.

"Zwar bestreiten das saudische Königshaus und das Herrscherhaus in Katar selbstverständlich felsenfest jegliche offizielle Verbindung, aber immer wieder tauchen Berichte auf, die darauf verweisen, dass es im Milieu der Eliten in diesen Ländern den ein oder anderen Wohltäter oder die ein oder andere Wohltätigkeitsorganisation gibt, welcher der salafistischen Sache größere Mengen Geld zukommen lässt."

Quelle

Kommentare (1)

Noncredist (nicht überprüft)

Mo. 19 Jan 2015 - 17:25

Ein Gedanke meinerseits: Hahn zu! Auch wenn die Industrie dabei traurige Gesichter macht, ist uns das Leben der Menschen möglicherweise mehr wert. Man sollte solange die Geldscheine dieser Menschen ignorieren, bis sie es erkannt haben und einen anderen Weg einschlagen. Wäre unser "christliches Abendland", welches doch dank der Berufsgläubigen alljährlich die Kommerzialisierung der Weihnachtszeit beklagt auch tatsächlich bereit, dem Mammon ein solches Geldopfer zu bringen? ;)

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