MASTERSHAUSEN. (gbs) Die Debatte um das satirische Kinder- und Erwachsenenbuch von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke "Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" nimmt immer größere Ausmaße an. Dass in der Kampagne gegen das Buch alle Mittel genutzt werden würden, war den Autoren von Anfang an klar, wie Michael Schmidt-Salomon in einem Interview mit dem Humanistischen Pressedienst (hpd) darlegte. Mittlerweile aber richten sich die Angriffe nicht mehr allein gegen das Kinderbuch. Vielmehr versuchen Journalisten, über das "kleine Ferkel" die Giordano Bruno Stiftung zu treffen. Einen traurigen Höhepunkt stellte in dieser Hinsicht ein Artikel der FAZ dar, in dem es u.a. hieß: "Der Autor [gemeint ist Michael Schmidt-Salomon] ist ein rühriger Mann. Er ist Sprecher der Giordano Bruno Stiftung, die hierzulande das Programm des neuen internationalen Atheismus vertritt, dem sie den wohlklingenderen Namen "evolutionärer Humanismus" verliehen hat. Der Tom Cruise dieser Sekte [sic!] ist der bedeutende Hirnforscher Wolf Singer - leider."
Herbert Steffen, der 1. Vorsitzende der Giordano Bruno Stiftung, erklärt dazu: "Es ist eigentlich schon schlimm genug, dass Journalisten nicht das intellektuelle Potential besitzen, eine kleine Fabel zu verstehen. Doch darüber könnte man ja noch humorvoll hinwegsehen. Die Verunglimpfung einer Stiftung, die sich dezidiert in der Tradition von Humanismus und Aufklärung versteht, als "Sekte", geht aber eindeutig zu weit! Das werden wir nicht hinnehmen!"
Als ersten Schritt hat der Vorsitzende der GBS einen Leserbrief verfasst. Darüber hinaus erwägt die Stiftung auch "rechtliche Schritte gegen die FAZ wegen Diffamierung der Stiftung und eines ihrer Beiräte".
Nachdem der satirische Beitrag von Jan Böhmermann zu "Ritueller Gewalt" aufgrund einer Programmbeschwerde aus der ZDF-Mediathek entfernt wurde, versuchen Verschwörungstheoretiker das Gleiche erneut mit einer Sendung von "Mai Think X". Die Argumente in der neuen Programmbeschwerde sind dabei so fadenscheinig wie haltlos.
Seit dem 28. Februar befinden sich die Vereinigten Staaten im Krieg mit dem Iran. Eine freie Presse, die den folgenschwersten Konflikt der letzten 25 Jahre durchleuchtet, käme da gerade recht. Doch Präsident und Pentagon wollen sich mit solcherlei demokratischem Hokuspokus nicht abgeben. Statt auf Transparenz setzt man auf Erpressung und Zensur.
Nach dem Vorbild von Peter Thiel betreibt der Multimilliardär Vincent Bolloré einen christlichen Thinktank, um mit einer konservativ-katholischen Agenda Einfluss auf die französische Politik und die Präsidentschaftswahlen 2027 zu nehmen.
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