Organisationen

30 Jahre ohne Mauer

Nachdem die MIZ vor einem Jahr einen Blick auf Religion und Kirche in der DDR geworfen hatte, stellt der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe die Frage, was sich 30 Jahre nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten "im Osten" diesbezüglich verändert hat. Das gezeichnete Bild ist vielschichtig, aber eines zeichnet sich deutlich ab: Verliererinnen sind die Frauen.

"Den Kopf frei haben!"

TERRE DES FEMMES überreichte die Petition "Den Kopf frei haben!" an das Bundesjustizministerium: Über 38.000 UnterstützerInnen sowie zahlreiche Verbände fordern ein Verbot des sogenannten "Kinderkopftuches" in öffentlichen Bildungseinrichtungen.

Die hohe Kunst der Rationalität

Die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) hatte sich für 2020 das Schwerpunktthema "Die hohe Kunst der Rationalität: Fakten, Fakes und gefühlte Wahrheiten" gegeben – ohne zu ahnen, dass es in diesem Jahr eine "Corona-Krise" geben würde, die auch mit einer "Rationalitäts-Krise" einhergehen sollte. Trotz der Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Infektionszahlen eingeleitet wurden, konnte die gbs im zurückliegenden Jahr erstaunlich viele Aktivitäten entfalten, wie der Jahresrückblick 2020 verdeutlicht.

Stardust und die Platin-Regel

"Gott segne Deutschland" würde aus dem Mund eines deutschen Politikers bestenfalls Verwunderung hervorrufen. In den USA ist es normal, zum Abschluss einer Rede die Beschwörungsformel "God bless America" anzuhängen. Die jüngere Generation ist jedoch zunehmend religionsferner, nicht zuletzt ein Erfolg der Aufklärungsarbeit von säkularen Organisationen wie der Richard Dawkins Foundation (RDF).

Dr. Rainer Rosenzweig

Die Stimme der Konfessionsfreien

Das säkulare Spektrum in Deutschland ist bunt, zusammengesetzt aus einer Vielzahl von Verbänden mit unterschiedlichen Zielen. Während etwa der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) Kitas und Sozialstationen betreibt, versteht sich die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) als Think Tank und wieder andere legen den Fokus auf ein ganz bestimmtes Angebot, etwa die Jugendweihe. Zusammengeschlossen haben sie sich 2008 im Koordinationsrat säkularer Organisationen in Deutschland (KORSO).

KORSO fordert die Abschaffung des Blasphemieparagraphen

Im Oktober 2020 hat Markus Grübel MdB (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, in dem Zweiten Bericht der Bundesregierung zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit festgestellt, dass in mehr als 70 Staaten "menschenrechtswidrige Blasphemiegesetze" gelten. Der Blick nach Deutschland zeigt: Auch hierzulande dient ein Blasphemiegesetz dazu, im Sinne von gewaltbereiten und den öffentlichen Frieden störenden religiösen Fundamentalisten die Meinungs- und Kunstfreiheit einzuschränken.