Ethik

Triage: Wer soll zuerst behandelt werden?

Wessen Leben sollen Ärzte retten, wenn nicht mehr allen geholfen werden kann? Welche Kriterien dürfen bei der Auswahl herangezogen werden, welche sind unzulässig? Das Hans-Albert-Institut hat hierzu eine Stellungnahme veröffentlicht, die sich aus ethischer Perspektive mit Triage-Entscheidungen auseinandersetzt. Mögliche Implikationen ergeben sich daraus auch für die laufende Impfstrategie.

Töten, um Leben zu retten

Im Luftsicherheitsgesetz der Bundesrepublik Deutschland existierte bis 2006 ein Passus, der den Abschuss eines voll besetzten Verkehrsflugzeugs erlaubte, wenn dadurch eine noch größere Katastrophe – in juristischem Deutsch "besonders schwerer Unglücksfall" – verhindert werden kann. Dem schob das Bundesverfassungsgericht einen Riegel vor. Eine Entscheidung, die dem Problem nicht in vollem Umfang gerecht wird.

Pandemie und Ethik – ein verfeindetes Paar?

Covid-19 hat eine neue Welt geschaffen – in mehr Aspekten, als auf den ersten Blick sichtbar. Noch stehen die gesundheitlichen Risiken und die Auswirkungen auf die Wirtschaft im Vordergrund. Doch die Pandemie zwingt uns zu einem neuen Blick auf das Gesamtsystem, allem voran auf die Zivilisation, wie wir sie kennen.

Im Regierungsviertel

Das Versagen des Deutschen Ethikrates

"Der Deutsche Ethikrat sollte rational, evidenzbasiert und weltanschaulich neutral argumentieren, was aber durch die Überrepräsentanz kirchlicher Interessenvertreter allzu oft verhindert wird", kritisiert der Philosoph und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung Michael Schmidt-Salomon. Die am 30. April erfolgte Neubesetzung des Gremiums habe dieses Problem keineswegs behoben, sondern eher noch verschärft.

Patientenautonomie in der Krise

"Nicht die bedingungslose Rettung oder Verlängerung von Leben sollte das vorrangige Ziel des ärztlichen Handelns sein. Vielmehr gilt es, eine medizinische Versorgung zu gewährleisten, die dem Willen der Patienten entspricht und zu ihrem Wohl beiträgt." Dies geht aus einer heute veröffentlichten Empfehlung des Hans-Albert-Instituts (HAI) hervor, die sich mit den medizinethischen Konsequenzen der Corona-Pandemie beschäftigt.

Künstlerische Darstellung des Urknalls

Vom Urknall zum Gottesmythos

In diesem Buch geht es um Weltbilder, vor allem um das jenseitsbezogene transzendentale und das diesseitige säkulare. Diese zwei sich widersprechenden Weltbilder werden bis in die Feinstruktur hinsichtlich ihrer Unterschiede und auch überraschenden Übereinstimmungen analysiert und kommentiert.

Im Grunde gut

Wie ist er denn nun, der Homo sapiens: moralisch gut? Oder eher schlecht? Die Frage stellen sich die Menschen wohl schon Urzeiten. Je nachdem, bei dem Problem kommen die Anthropologen, Philosophen, Psychologen, Soziologen oder Theologen, auch heute zu ganz unterschiedlichen Auffassungen. Der junge niederländische Historiker und Journalist Rutger Bregman gibt auf 480 Seiten die Antwort.