Ökonomie

Kopernikus: Sonne und Inflation

BERLIN. (hpd) Wenn man an interessante ökonomische Schriften denkt, mag man je nach Aufgabenstellung und Vorliebe wohl auf ganz verschiedene Autoren kommen. Nikolaus Kopernikus ist eher seltener dabei. Kopernikus war Astronom. Das wohl Bedeutendste, was er uns schriftlich hinterließ, war seine Astronomie, die die Sonne in die Mitte des Planetensystems rückte. Daneben befaßte er sich aber auch mit ganz anderen Dingen, darunter Jura, Medizin und eben Ökonomie.

Ökonomie und Demokratie

BERLIN. (hpd) In verschiedener Hinsicht sind Wirtschaft und Demokratie ein Paar wie Feuer und Wasser. Hier werden Entscheidungen von Einzelnen getroffen, dort sind sie Ergebnis eines Prozesses, an dem viele Menschen beteiligt sind. Hier wie dort berühren diese Entscheidungen aber das Leben sehr vieler Menschen und beides findet zur selben Zeit in derselben Welt statt. Spannungen sind da keine Überraschung.

Wachstum - und kein Ende?

BERLIN. (hpd) In der Schule erfährt mancher von einem Experiment, bei dem sich die Zahl gewisser Einzeller in einer Petrischale in 20 Minuten verdoppelt. Dann wird eine schaurige Vision entwickelt, wonach diese Spezies in erstaunlich kurzer Zeit die Erdoberfläche kniehoch besiedelt. Analog dazu hat schon mancher Mathelehrer Schüler dazu angeregt, einen Zeitungsbogen 40 mal zu falten, verbunden mit der Frage, wie oft das Ergebnis dann um die Erde reichen würde. Geht beides nicht? Aber mit dem Wirtschaftswachstum ist das etwas anderes. Sicher.

62 gegen den Rest der Welt

BERLIN. (hpd) Vor dem am Mittwoch beginnenden Weltwirtschaftsforum in Davos veröffentlichte Oxfam eine Studie, nach der die 62 reichsten Menschen der Welt über genauso viel Vermögen verfügen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung; also rund 3,6 Milliarden Menschen.

Gewinnwarnung? Vor Gewinn muß keiner warnen

BERLIN. (hpd) Was ist Gewinn? Ganz einfach: Wenn am Ende mehr im Pott ist als am Anfang. So kann man es hören, wenn man die Frage auf das Wesentliche bezogen wissen will. So soll es auch hier sein. Die fein verästelten Erwägungen, die sich ergeben, um allen im Leben auftretenden Varianten und Sichtweisen gerecht zu werden, bleiben anderen Notizen vorbehalten. Hier soll es mit Goethe um "des Pudels Kern”  gehen oder mit den Ferengi um die "guten Sachen in den kleinen Schachteln”.

Definitionen oder Vom Wert klarer Worte

BERLIN. (hpd) Es könnte Galletti gewesen sein, der in einer Mathematikvorlesung auf das schwierige Problem 7 x 8 stieß. Der Professor wandte sich an die Studenten um Hilfe. Einer rief "51” und ein anderer "58”. Daraufhin zog der Professor die Augenbrauen hoch und meinte: "Aber meine Herren, 7 x 8 kann doch nur 51 ODER 58 sein.”

Der Kirchenzehnt und andere Zehnte

BERLIN. (hpd) Geben ist seliger denn Nehmen! Und bei zehn Prozent Trinkgeld für den Pizzaboten kugelt man sich wohl nicht den Arm aus. Auch eine um zehn Prozent längere Fahrzeit zum Lieblingsbuchladen sind eigentlich kein Problem. Ob zehn Prozent viel sind oder wenig, hängt davon ab ob man sie bekommt oder zahlen muß.

Bedingungsloses Grundeinkommen wieder im Gespräch

BERLIN. (hpd) Telekom-Chef Timotheus Höttges bringt angesichts fortschreitender Digitalisierung und den wahrscheinlichen Rückgang von Arbeitsplätzen das Bedingungslose Grundeinkommen wieder ins Gespräch. Noch vor Kurzem gab es in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Interview mit dem Gründer der Drogeriekette "dm" Götz Werner zum selben Thema. Eine Diskussion, die polarisiert. Doch letztlich mangelt es fast ausschließlich am politischen Durchsetzungswillen, meint hpd-Autor Paul Hilger.

Fairer Handel - und alles wird gut?

BERLIN. (hpd) Wird es doch. Oder nicht? Fragt man drei Leute, sollte man mit mindestens fünf Meinungen darüber rechnen, was genau denn "fair” bedeutet. Die Beteiligten sollen für ihre Arbeit "anständig” bezahlt werden. Mindestens. Aber wieviel genau ist das? Sicher ist es eine ehrenwerte Sache, auf Fairness zu achten. Da das Thema nun schon eine ganze Weile läuft, kann man doch langsam Ergebnisse erwarten. Geht es dem Kakaobauern in Südamerika oder der Teepflückerin in Indien heute viel besser als vor 20 Jahren?