Papst

Ratzinger war kein Heiliger

Benedikt XVI. alias Joseph Ratzinger ist tot. Nachdem der Ex-Papst am Silvestermorgen im Alter von 95 Jahren gestorben war, überschlugen sich die Medien mit lobpreisenden Nachrufen, in denen allenfalls nebenbei und zaghaft erwähnt wurde, dass es an Ratzinger auch Kritik gegeben habe. Der hpd wird Benedikt XVI. nicht mit einem Nachruf bedenken. Stattdessen bieten wir eine Zusammenstellung von Texten, die im Laufe der Jahre beim hpd über Joseph Ratzinger veröffentlicht wurden und die eines deutlich zeigen: Ratzinger war nicht der Heilige, als der er nun dargestellt wird. 

Nach Papstbesuch noch kein Plan zur Entschädigung von Internatsopfern vorgelegt

Vor gut einem Monat besuchte Papst Franziskus Kanada. Dort entschuldigte er sich für die Verbrechen, die an tausenden indigenen Kindern und Jugendlichen in von der katholischen Kirche geführten Internaten begangen wurden. Für die Betroffenen war die Entschuldigung ein erster Schritt, dem jedoch Taten folgen müssen. Bislang ist nach dem Besuch von einem Fahrplan zur Entschädigung jedoch nichts zu sehen.

Audienz

Folgsam und gehorsam

Die deutsche katholische Kirche will mit dem "Synodalen Weg" erste, zaghafte Reformen anstoßen. Vor allem für Frauen und Homosexuelle soll sich etwas ändern. Papst Franziskus kann den Vorschlägen wenig abgewinnen. Die katholische Kirche soll bleiben, was sie ist: eine weltabgewandte, grundrechtverletzende Männer-Domäne: starr, autoritär, machtbewusst. Warum machen die Gläubigen das mit?

Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI.

Klage gegen ehemaligen Papst Benedikt im Missbrauchsskandal

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. muss sich womöglich vor einem weltlichen Gericht wegen des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche verantworten. Am vergangenen Wochenende reichte der Anwalt eines Missbrauchsopfers aus Bayern Klage vor dem Landgericht Traunstein gegen den Priester Peter H. sowie gegen mehrere Kirchenverantwortliche ein, unter ihnen Kardinal Friedrich Wetter, der Generalvikar der Erzdiözese München und Freising, Christoph Klingan sowie der ehemalige Papst Benedikt XVI.

Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI.

Nein, er hat nicht gelogen

Die Schlagzeilen, Ex-Papst Benedikt XVI. habe in Zusammenhang mit dem am 20. Januar von der Münchner Kanzlei WSW veröffentlichten Gutachten über den jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen gelogen, gingen um die Welt. Sie führten, vielleicht mehr noch als das Gutachten selbst und die Ungeheuerlichkeiten, die es offenlegte, zu einem Absturz der Zustimmungswerte zur katholischen Kirche ins Bodenlose.

Der "Hängemattenbischof" auf dem Münchner Marienplatz

Ratzinger äußert sich zu Vorwürfen: Das Schmierentheater geht weiter

Nachdem der emeritierte Papst Benedikt XVI. bei der Präsentation des zweiten Gutachtens zum Missbrauch im Erzbistum München und Freising der Lüge überführt wurde, wartete die internationale Öffentlichkeit gespannt auf seine Stellungnahme. Diese wurde nun gestern auf Vatican News im Wortlaut veröffentlicht. Die Betroffeneninitiative Eckiger Tisch hat den Brief analysiert.