Philosophie

Philosophie: Sieben beliebte und weitverbreitete Irrglauben

Philosophische Gedankengebäude werden interessanter, je komplexer sie ausfallen, doch das birgt auch Gefahrenpotenziale. Ein kleines Missverständnis im Fundament und so ein Haus kann über einem zusammenbrechen. Viele dieser Fehlinterpretationen sind derart geläufig, dass sie ihrer korrekten Lesart den Rang ablaufen, manchmal sogar im Schulunterricht gelehrt oder von Populärphilosophen verbreitet werden. Eine Auswahl der sieben klassischsten und beliebtesten Falschdeutungen.

Franz Josef Wetz

"Ein vitales Selbst wird sich schwer mit dem Tod abfinden"

Der Wunsch, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, findet sich zu allen Zeiten und in allen Kulturen. Die meisten Religionen reagieren auf die menschliche Furcht vor dem Ende mit dem Angebot eines ewigen Lebens. Doch wie geht der moderne Mensch, für den Gott längst tot ist, mit der Unausweichlichkeit des eigenen Todes und dem Ableben seiner Nächsten um? Der Philosoph Franz Josef Wetz geht in seinem neuen Buch "Tot ohne Gott" diesen Fragen nach. Der hpd sprach mit ihm über Selbsterhaltung, Tod und Trost.

Jürgen Neffe

Marx: Nur noch von historischem Interesse?

Jürgen Neffe stellte am Sonntag im Humanistischen Salon Nürnberg seine Bestseller-Biografie über Karl Marx vor, in denen er Fragen nachgeht wie: Wer war Marx - als Denker und als Mensch? Was von seinen Erkenntnissen und Überzeugungen steckt in der politischen Bewegung, die sich nach ihm benannte? Und wie viel hat er uns heute noch zu sagen?

Kritischer Rationalismus und offene Gesellschaft

Der Philosoph Kurt Salamun liefert mit "Ein Jahrhundertdenker. Karl R. Popper und die offene Gesellschaft" eine Einführung und Überblicksdarstellung zum Werk des Begründers des Kritischen Rationalismus. Es handelt sich um einen gut lesbaren und klar strukturierten Band, der auch immer wieder mal zu eher weniger bekannten Aspekten des Denkers interessante Ausführungen macht.

Aufklärung und Kritik 3/2018 erschienen

Die Ludwig-Feuerbach-Gesellschaft e. V. mit Sitz in Nürnberg hält das Andenken an den großen Freidenker Ludwig Feuerbach (1804–1872) wach, der als geistiger Ahne diverser säkularer Organisationen und Strömungen gelten kann. Neben jährlichen Tagesseminaren, Themenführungen in Nürnberg und regelmäßigen Treffen an Feuerbachs Grab gibt die Gesellschaft auch in unregelmäßigen Abständen Hefte einer Schriftenreihe heraus. Soeben ist Heft 4 erschienen, zugleich als Schwerpunktheft der Zeitschrift Aufklärung und Kritik 3/2018 in bewährter Zusammenarbeit mit der ebenfalls in Nürnberg ansässigen Gesellschaft für kritische Philosophie GKP.

Peter Singer

Plädoyer für eine darwinistische Linke

Der Philosoph Peter Singer plädiert in seinem Buch "Linke, hört die Signale! Vorschläge zu einem notwendigen Umdenken" für die Versöhnung von Darwinismus und Linken. Sein Plädoyer für eine darwinistische Linke bleibt gleichwohl auf der philosophischen Ebene stehen, plädiert aber reflexionswürdig für einen neuen Realismus.