Religionen

Girls are Gods

Heute startet der Film "Girls & Gods" in den deutschen Kinos. Femen-Aktivistin Inna Shevchenko reist durch die Welt und hinterfragt die patriarchalen Strukturen von Religion.

Geschändeter Bahai-Friedhof in Yazd, Iran

Die systematische Verfolgung der Bahai im Iran

Der Rat der Europäischen Union setzte im April 2025 mehrere iranische Amtsträger und Institutionen auf die Sanktionsliste. Hintergrund sind schwere Menschenrechtsverletzungen und willkürliche Verhaftungen, mit denen die iranische Justiz systematisch zur Unterdrückung eingesetzt wird. Die gesetzlich verankerte staatliche Verfolgung der Bahai im Iran stellt ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar.

Wie ausgewogen wird im öffentlich-rechtlichen Rundfunk über Weltanschauungen berichtet?

Laut Rundfunkstaatsvertrag ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu Meinungsvielfalt und Ausgewogenheit verpflichtet. Weniger als die Hälfte der Menschen in Deutschland gehören einer der beiden christlichen Kirchen an, während Konfessionsfreie mit einem Anteil von 47 Prozent die größte Einzelgruppe bilden. Es könnte erwartet werden, dass nicht-religiöse Weltanschauungen im ÖRR entsprechend ihrer Bedeutung in der Gesellschaft berücksichtigt werden. Aber ist das so?

Plakat

Das "House of One" in Geldnot

Erst im Frühjahr berichtete der hpd davon, dass dem "House of One" das Geld ausgeht und noch immer nicht mehr als eine Baustellengrube in Berlins Mitte zu sehen ist. Nun wurde bekannt, dass den Bauherren 16 Millionen Euro fehlen und versucht wird, das Geld irgendwo am Bau einzusparen.

Goldener Tempel

Indien im Bann des spirituellen Tourismus

Pilgerreisen sind weltweit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Orte wie Santiago de Compostela, Rom, Mekka oder Kathmandu ziehen jährlich Millionen Gläubige an – religiöse Mobilität sorgt für ökonomische Impulse. Besonders Indien erlebt derzeit einen massiven Boom im Bereich des sogenannten "spirituellen Tourismus". Städte wie Varanasi, Rishikesh, Ayodhya oder Prayagraj verzeichnen einen stetig wachsenden Zustrom von Besuchern – ein Wandel, der Teil einer nationalen Identitätsbildung und ökonomischen Strategie ist, aber in Europa kaum wahrgenommen wird.

Die Bedeutung von Religion hat weltweit abgenommen

Vor einiger Zeit noch verkündeten viele Medien, dass das Christentum die weltweit größte Religion sei. Das sei das Ergebnis einer aktuellen Studie des Pew Research Centers. Nur wenige davon wiesen jedoch darauf hin, dass der Anteil der Christen weltweit schrumpft. Und noch weniger, dass der Anteil der Muslime steigt. Eine neue Untersuchung des Exzellenzclusters "Religion und Politik" der Universität Münster gibt nun Aufschluss darüber, in welchem Umfang die Bedeutung von Religion weltweit tatsächlich abgenommen hat.

Interreligiöse Inkompetenz

Es gibt einen besonderen Ort im öffentlichen Diskurs, an dem man sich in wohliger Harmonie missversteht: den interreligiösen Dialog. Dort treffen sich Vertreter:innen verschiedener Glaubensrichtungen – gern in klösterlicher Stille oder auf staatlich geförderten Podien – um sich gegenseitig zu versichern, wie viel sie gemeinsam haben. Toleranz, Mitgefühl, Nächstenliebe, Tee mit Keksen. Alles dabei. Fehlt eigentlich nur eines: die Realität.