Tierrechte

Ein ethisches Plädoyer für Tiere

(hpd) Die Journalistin und Philosophin Hilal Sezgin erörtert in ihrem Buch “Artgerecht ist nur die Freiheit. Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen” Fragen wie “Dürfen wir Tiere quälen?”, “Dürfen wir Tiere töten?” oder “Dürfen wir Tiere nutzen?”. Ihr Plädoyer für einen anderen Umgang mit Tieren ist ethischen gut begründet, lässt aber die gesellschaftliche und politische Seite außen vor.

Die Evolution des Tierschutzes

BERLIN. (hpd/rdn) Jahrhundertelang trugen Religionen viel zum unnötigen Leid von Tieren bei. Die Werke der religiösen Gelehrten und Philosophen – am Denkwürdigsten ist hier Descartes – lehrten die Menschheit, dass Tiere nichts weiter als seelenlose Automaten seien; erneuerbare Ressourcen, mit denen wir nach Belieben tun können, was wir wollen.

Ein Esel wehrt sich

(hpd) Vor fast genau 140 Jahren, am 9. Februar 1874, starb Sophie de Ségur, die erste Kinderbuchautorin der Welt. 1860 erschienen bei Hachette in Paris die “Erinnerungen eines Esels”, ein Roman für Kinder, zugleich ein erster flammender literarischer Appell für die Würde der Tiere. Nun ist er unter dem Titel “Abenteuer des Esels Cadichon” auf Deutsch zu lesen.

Shitstorm wegen Tötung eines Giraffenjungen

TRAIN-St.JOHANN. (hpd) Am Sonntag, 9. Februar 2014, wurde im Zoo Kopenhagen eine 18 Monate alte Giraffe per Bolzenschuß in den Kopf getötet, da sie als “nicht reinrassig” bzw. “nicht ins Zuchtprogramm des Zoos passend” kategorisiert wurde. Die Tötung, so der Direktor des Zoos, solle gewährleisten, “dass wir auch in Zukunft eine gesunde Giraffenpopulation in Europas Zoos haben werden”.

Raus aus Koben und Käfigen!

(hpd) Es ist mehr als nur eine theoretische Diskussion. Wir haben unseren Haus- und Nutz­tieren fast alles genommen. Eingepfercht bis zur Bewegungs­unfähig­keit leben sie ihr kurzes Leben in Koben und Käfigen, damit sie am Ende möglichst billig auf unseren Tellern landen. Hilal Sezgin hat mit “Artgerecht ist nur die Freiheit” einen mit­reißenden und sehr nach­denklichen Appell für die Freiheit dieser Tiere geschrieben.

Die Würde von Wal und Waschbär

BERLIN. (hpd) Die Geschichte der Entwicklung vom Tierschutz über die Tierrechts- bis zur Tierbefreiungsbewegung ist eine Geschichte der Grenzverschiebungen – der Grenze zwischen Menschlichem und Tierlichen, der Grenzen der Gemeinschaft von Lebewesen, denen wir verantwortlich sind. Friederike Schmitz hat jetzt bei Suhrkamp einen Sammelband "Tierethik" mit Grundlagentexten dieser jungen Disziplin herausgegeben.

Zoopolis - Bürgerrechte für Tiere

BERLIN. (hpd) Wir teilen mit ihnen nicht nur die Wohnung, sondern auch die Lebensräume der Stadt und konkurrieren um die Präsenz in Land, Meer und Himmel. Sie leben mit uns oder in eigenen Populationen. Die kanadischen Autoren Sue Donaldson und Will Kymlicka fordern daher in dem jetzt auf Deutsch erschienenen Buch „Zoopolis“, den Tieren staatsbürgerliche Rechte zuzugestehen.

Rechte für Wale und Delfine

(hpd) Seit Jahrzehnten hat die Bewegung für mehr und besseren Tierschutz weltweit erheblichen Zulauf erfahren. Dabei ist festzustellen, dass neben der (traditionellen) Orientierung auf verbesserte Tierschutzgesetze und verbesserte Haltungsbedingungen von Tieren in Gefangenschaft auch die Position einer Zuerkennung bislang dem homo sapiens vorbehaltener Rechte verstärkt in die Öffentlichkeit drängt.

Von Affen und Menschen

(hpd) Heute vor zwanzig Jahren, am 7. Juni 1993, wurde das "Great Ape Project" gegründet. Die internationale Organisation fordert Grundrechte für Menschenaffen und beruft sich hierbei auf die von Wissenschaftlern immer deutlicher nachgewiesene Ähnlichkeit zwischen Menschen und Menschenaffen.

Affenbunker 21

STUTTGART. (hpd) Nach endlosen Verzögerungen wurde am 14. Mai 2013 das neue „Menschenaffenhaus“ im Stuttgarter Zoo „Wilhelma“ eröffnet. Der baden-württembergische Finanzminister Nils Schmid (SPD) sprach von einem „Meilenstein“ in der Entwicklung des Tiergartens. Das beschämende Gegenteil ist der Fall.