Wissenschaft

Beispiel für einen Deepfake

Deepfakes: Manipulationen als Gefahr für die Demokratie

Wie lässt sich prüfen, ob Informationen echt und vertrauenswürdig sind – gerade solche, die über das Internet oder die Sozialen Medien verbreitet werden? Die Möglichkeit, etwa Videos und Fotos mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) zu manipulieren, machen eindeutige Antworten immer schwieriger. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben sich im Auftrag des Europaparlaments mit den potenziellen Gefahren der Deepfake-Technologie beschäftigt und Optionen für eine bessere Regulierung entwickelt.

Warum wir (nicht) glauben

Woraus entspringt die menschliche Religiösität und der Glaube an explizite Gottheiten? Drei Erklärungsansätze haben sich in den letzten Jahren herauskristallisiert: ein sozialpsychologischer, ein kognitiver und ein kontextueller. Ein Team von Forschenden hat diese Ansätze in einer umfangreichen Studie auf die Probe gestellt.

Perioden-Lebenserwartung sinkt wegen Pandemie deutlich

Jonas Schöley, Forscher am Max-Planck-Institut für demografische Forschung, und ein internationales Demograf*innen-Team berechneten, dass die Perioden-Lebenserwartung in europäischen Ländern und den USA durch die Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 um mehrere Monate oder sogar Jahre gesunken ist. Dabei haben Männer in den USA mit 2,2 Jahren im Durchschnitt am meisten eingebüßt. In Deutschland ist die Perioden-Lebenserwartung für Männer und Frauen dagegen nur um einige Monate gesunken.

DNA-Numerolgie und alte Weisheit

Das alte Ägypten als Fundgrube für den Esoterikmarkt, ein ungewöhnliches Zahlenspiel mit der DNA und ein Ausblick auf das neue Buch, das der Physiker Holm Hümmler gemeinsam mit der Psychologin Ulrike Schiesser verfasst hat: Dies und vieles mehr ist in der aktuellen Ausgabe des Skeptiker zu finden. Die Zeitschrift der GWUP e. V. ist ab sofort als Print oder e-Paper erhältlich.

Einzeln sein

"Einzeln sein bedeutet, aus einer Tatsache – jeder ist einzeln – eine Aufgabe zu machen, für das Leben und für das Denken. Dann bemerkt man, wie schwierig es ist, zu unterscheiden, ob man selbst oder die Gesellschaft in einem denkt und empfindet". Rüdiger Safranski, Philosoph, Literaturwissenschaftler und mit zahlreichen Preisen ausgezeichneter Schriftsteller, erzählt in seinem neuesten Buch anhand der Lebensentwürfe bedeutender Philosophinnen und Philosophen, verbunden mit geschichtlichen Reflexionen, was "Einzeln sein" heißt.

Ralph Hertwig, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

"Es braucht eine kritische Masse, die sich klimafreundlich verhält"

Seit Jahren warnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor den Gefahren des Klimawandels. Die Folgen sind längst auch hierzulande spürbar. Nur durch schnelles und entschlossenes Handeln ließen sie sich zumindest begrenzen. Was aber hindert uns daran, dringend notwendige Maßnahmen zu ergreifen? Der Psychologe Ralph Hertwig, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, erläutert die Gründe und gibt Anregungen, wie wir unsere Gewohnheiten ändern können.

Gewalt im Namen der Götter?

Religiös-fundamentalistische Einstellungen werden häufig als ein wichtiger Erklärungsfaktor für extremistische Gewalt betrachtet. Empirische Belege sind aber rar. Um die Rolle gewaltlegitimierender Schriftverse zu untersuchen, haben die WZB-Forscher Ruud Koopmans und Eylem Kanol ein Umfrageexperiment unter gut 8.000 christlichen, muslimischen und jüdischen Befragten in sieben Ländern durchgeführt.

"Jede zusätzliche Tonne Kohlendioxid verstärkt den Klimawandel"

Sönke Zaehle vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena hat sich für den Bericht des Weltklimarats unter anderem mit den globalen Kohlenstoffsenken beschäftigt. Außerdem erforscht er, wie wichtig die Methan- und Lachgaskreisläufe für die Berechnung des verbleibenden Kohlenstoffbudgets sind, um den Klimawandel auf eine bestimmtes Niveau zu begrenzen. Harald Rösch hat ihn für die Max-Planck-Gesellschaft interviewt.

Was ist "Vertrauen" im postfaktischen Zeitalter?

Mehr denn je haben wir in der Pandemie erfahren, vor welchen Problemen Aufklärung über Pseudowissenschaft und gute Wissenschaftskommunikation angesichts einer aufstrebenden postfaktischen Szene stehen. Wo ansetzen, welche Defizite sind auszugleichen, wo sind die Quellen schon verfestigter Fehlinformationen? Eine Einschätzung von Udo Endruscheit.