Wissenschaft

Dreidimensionales Computermodell des winzigen, aber komplexen Gehirns von Victoriapithecus

Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn

BERLIN (hpd/mpg) Der älteste Vertreter der Altweltaffen, der Victoriapithecus, machte im Jahre 1997 erstmals Schlagzeilen, als sein versteinerter Schädel auf einer Insel innerhalb des Viktoriasees in Kenia gefunden wurde, wo das Äffchen vor 15 Millionen Jahren lebte. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Fred Spoor vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und dem University College London (UCL) in Großbritannien machten jetzt erstmals sein Gehirn sichtbar.

Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt

LEIPZIG. (hpd/mpg) Die Neandertaler sind vor etwa 40.000 Jahren ausgestorben, doch in den Genomen heute lebender Menschen aus Europa und Asien befinden sich noch etwa ein bis drei Prozent Neandertaler-DNA. Wissenschaftler haben jetzt DNA aus einem 37.000 bis 42.000 Jahre alten menschlichen Unterkiefer aus der Oase-Höhle in Rumänien untersucht und im Genom dieser Person sechs bis neun Prozent Neandertaler-DNA gefunden - mehr als bei jedem anderen bisher sequenzierten Menschen.

Schimpansen im Berliner Zoo

Der Krieg der Affen blieb aus

BERLIN. (hpd) In erbitterten Streit auszubrechen um knapper werdende begehrte Ressourcen liegt nicht in der Primatennatur. Das ergaben von S.E. Calcutt, E.V. Lonsdorff und anderen Forschern vom Yerkes Primate Research Center im Lincoln Zoo von Chicago gemachte Experimente.

Elefanten im vorsintflutlichen "Dickhäuterhaus"

Disneyland auf Abraumhalde

BERLIN. (hpd) Der seit einem guten Jahr in Berlin amtierende Zoodirektor Andreas Knieriem (49) hat Großes vor mit den beiden unter seiner Regie stehenden Hauptstadtzoos. Während sein Vorgänger Bernhard Blaszkiewitz sich über Jahre und Jahrzehnte gegen jede Neuerung gesperrt hatte, will Knieriem nun alles umkrempeln. Und dabei klotzen statt kleckern.

Was uns und dem Faultier gemeinsam ist

BERLIN. (hpd) Grenze oder Kontinuum, das ist hier die Frage. Lässt sich das eine überhaupt ohne das andere verstehen, wenn man Mensch und Tier denkt? Oder ist der Begriff des Kontinuums veraltet in einer Welt, in der nichts eindeutig ist und, zumal wenn es um Leben geht, nichts feststeht. Roland Borgards, Esther Köhring und Alexander Kling haben dazu Quellentexte großer Theoretiker herausgegeben.

Die Kraft der Naturgesetze

OSTERWITZ/AT (hpd) Ein hochinteressantes, auch spannend zu lesendes Buch für Leserinnen und Leser, die verstehen möchten, wie sich unsere Welt aus sich selbst heraus entwickelt hat und welche Konsequenzen sich aus dieser Erkenntnis ergeben.

Tetsuro Matsuzawa (r.)

Schimpansen als malende Zen-Meister

BERLIN. (hpd) Schimpansen malen gerne, stellte Tetsuro Matsuzawa fest. Bilder übermalen sie mit Strichen. Das leer gelassene Gesichtsfeld eines Artgenossen auf dem Papier ummalen sie am Fellansatz mit einem dichten Linienkranz rundum. Fehlende Augen, Mund und Nase setzen sie aber nicht ansatzweise ein, anders als Kinder ab drei Jahren.

Andromeda Galaxy

Wissenschaftsbücher für den Durchschnittsleser

BERLIN. (hpd/rdf) Der Nobelpreisträger für Physik, Steven Weinberg, schreibt im Guardian darüber, wie Wissenschaftsvermittlung am besten funktioniert und stellt die für ihn wichtigsten Bücher vor, die es auch dem Laien möglich machen, Wissenschaft zu verstehen. Die Richard Dawkins Foundation hat den Artikel ins Deutsche übersetzt.