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Foto: Evelin Frerk

17. 12.

Eine schrecklich queere Familie? Welche Alternativen gibt's zur heiligen Normalfamilie?

Votrag von Dr. Gisela Notz in Berlin

Die Familie – vertraute Menschen, auf die man zählen kann. Vater, Mutter, Kind?! Familie ist doch viel mehr. Regenbogenfamilien, Alleinerziehende, Stief- und Patchworkfamilien und zahlreiche andere Formen von Zusammenleben und Elternschaft verdeutlichen, dass Verantwortung für einander zu übernehmen vielfältiger ist. Im gesellschaftspolitischen Diskurs scheint das noch nicht angekommen zu sein. Staatliche Familienpolitik richtet sich nach wie vor nach der traditionellen Kleinfamilie. Was macht Familie und Elternschaft überhaupt aus? Welche Bedürfnisse haben moderne Familien an gute Familienpolitik und wo müssen politische und rechtliche Veränderungen ansetzen?

Gisela Notz erklärt, wie sich das Bild der klassischen Kleinfamilie über die Jahrhunderte verändert hat, diskutiert alternative Lebensentwürfe und zeigt, warum letztere in puncto Steuern oder Sorgerecht noch immer benachteiligt werden. Und das, obwohl sie menschliche Bedürfnisse nach Zuwendung und Geborgenheit ebenso gut oder gar besser erfüllen können als so manche Kleinfamilie.

Zur Referentin: Gisela Notz ist Sozialwissenschaftlerin, Historikerin und Autorin und hat Lehraufträge an verschiedenen Universitäten. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen neben der alternativen Ökologie in der Arbeitsmarkt-, Familien- und Sozialpolitik und in der historischen Frauenforschung. Gisela Notz ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.