Künstler, Straßenkünstler. Kunst in den öffentlichen Raum
Ausstellungseröffnung in Frankfurt/M.
Kunst bereichert unsere Welt. Manche Künstler stehen im Rampenlicht, andere stehen auf der Straße – im ganz wörtlich Sinne: Straßenmusiker, Pflastermaler oder Straßentheater-Akteure.
Kreative der verschiedensten Disziplinen hat der Offenbacher Photograph bei ihrer Arbeit beobachtet: Graffitisprayer, Straßenmusiker im Eisbärenkostüm oder in der Unterführung – oder Straßentheater: vom wasserdurchnäßten Klamauk im Brunnen bis zum politischen Statement pro Gleichberechtigung auf dem Christopher Street Day. Die Vielfalt der Disziplinen korrespondiert mit der Vielzahl der Orte: von Berlin über das französische Loire-Städtchen Blois bis zum englischen Seebad Brighton; auch die Documenta-Stadt Kassel oder das mondäne Davos sind vertreten.
Mit «Künstler, Straßenkünstler» kehrt Menne zu der Farbenpracht zurück, die seine Bilder bei «Marakkesch – zwischen Moderne und 1001 Nacht» im Ledermuseum oder seinen Bildern der «Basler Fasnacht» in der kurfürstlichen Burg Eltville prägten. „Nach der Tristesse von «Kohletagebau – Kulturlandschaft brachial» (zur Route der Industriekultur 2017) oder «Wohnwelten: sind die Visionen von gestern die Albträume von heute?» – gleichwohl mir wichtigen politischen Themen – freue ich mich, jetzt wieder die Buntheit in den Mittelpunkt stellen zu können“, so der Künstler, dem auch hier die sozialpolitische Dimension am Herzen liegt: „So fröhlich Straßenkunst auch wirken mag: beim Verdienst liegen zu viele auf dem Niveau von van Gogh, der arm in Arles leben mußte“. Erst posthum wurde der Maler berühmt, der zu Lebzeiten ein Dasein eher unter Hartz IV-Niveau fristen mußte. Menne, Träger der Hessischen Medaille für Zivilcourage, bleibt auch in und mit seinen Photographien politisch engagiert.