»Sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche JETZT!«
Deutschlandweite Aktionen rund um den »Safe Abortion Day«
Noch immer werden ungewollt Schwangere in Deutschland kriminalisiert, wenn sie einen Abbruch vornehmen lassen wollen oder müssen. Sie müssen sich einer Zwangsberatung unterziehen, eine dreitägige Zwangsbedenkzeit hinnehmen, stundenlange Fahrtwege in Kauf nehmen – und das alles bis zur 12. Schwangerschaftswoche. Dagegen wendet sich das »Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung« mit dem »Safe Abortion Day«, in dessen Rahmen 83 Aktionen in 54 Städten stattfinden.
Sowohl die WHO als auch der Europarat haben Deutschland bereits mehrmals für die bestehende Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen abgemahnt. AfD und CDU setzen sich jedoch weiter dafür ein, dass die Kriminalisierung von Abtreibungen erhalten bleibt. Dabei kann die christliche Rechte auf üppige Finanzquellen zurückgreifen, wie der Report »The Next Wave: How Religious Extremism Is Regaining Power« gezeigt hat: So wurden allein zwischen 2019 und 2023 rund 1,2 Milliarden US-Dollar für religiöse Anti-Gender- und Anti-Abtreibungskampagnen in Europa ausgegeben. Die Gelder stammen u.a. aus Russland und den USA.
Um dieser gefährlichen Entwicklung entgegenzuwirken, ist die Politik gefordert, die im Grundgesetz verankerten, individuellen Selbstbestimmungsrechte ernst zu nehmen. Auf dem Gebiet der reproduktiven Selbstbestimmungsrechte bedeutet dies u.a.,
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dass Menschen, die einen Schwangerschaftsabbruch benötigen, durch die Abschaffung von §218 StGB und §219 StGB entkriminalisiert und entstigmatisiert werden,
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dass Schwangere ortsnah die medizinische Versorgung bekommen, die sie brauchen, und
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dass der Schwangerschaftsabbruch endlich Teil der gynäkologischen Ausbildung wird.
Eine Übersicht über die zahlreichen Aktionen gibt es auf der Website »Safe Abortion Day«.