Religionen

Die Bedeutung von Religion hat weltweit abgenommen

Vor einiger Zeit noch verkündeten viele Medien, dass das Christentum die weltweit größte Religion sei. Das sei das Ergebnis einer aktuellen Studie des Pew Research Centers. Nur wenige davon wiesen jedoch darauf hin, dass der Anteil der Christen weltweit schrumpft. Und noch weniger, dass der Anteil der Muslime steigt. Eine neue Untersuchung des Exzellenzclusters "Religion und Politik" der Universität Münster gibt nun Aufschluss darüber, in welchem Umfang die Bedeutung von Religion weltweit tatsächlich abgenommen hat.

Interreligiöse Inkompetenz

Es gibt einen besonderen Ort im öffentlichen Diskurs, an dem man sich in wohliger Harmonie missversteht: den interreligiösen Dialog. Dort treffen sich Vertreter:innen verschiedener Glaubensrichtungen – gern in klösterlicher Stille oder auf staatlich geförderten Podien – um sich gegenseitig zu versichern, wie viel sie gemeinsam haben. Toleranz, Mitgefühl, Nächstenliebe, Tee mit Keksen. Alles dabei. Fehlt eigentlich nur eines: die Realität.

Eine Mauer des Schweigens

Fragt man bei den Bundesländern nach Zwischenfällen mit muslimischen Schülern stößt man auf eine Mauer des Schweigens. Nur drei Länder antworteten auf Anfragen des Humanistischen Pressedienstes.

Warum Schwurbler schwurbeln: Die Rolle der "Core Knowledge"

Wer schwurbelt, erzählt Unsinn. Damit könnte das Thema schon ad acta gelegt werden - es wäre so einfach. Allerdings schwurbeln dafür zu viele, als dass man es einfach ignorieren könnte. Ob Religion, Esoterik, Parapsychologie oder Verschwörungstheorien (die Liste ließe sich lange weiterführen), allesamt liefern sie genug Stoff für Pseudoerzählungen die nur darauf warten, auf die Welt losgelassen zu werden.

Leere Kirche

Deutschland wird zunehmend säkular

Der Glaube verliert in Deutschland zusehends an Bedeutung. Immer mehr Menschen – jünger und ältere – gestalten ihr Leben unabhängig von religiösen Vorstellungen. Diese Entwicklung bestätigt erneut die aktuelle, repräsentative Trendstudie "Jugend in Deutschland". Ihre Ergebnisse bestätigen die Tendenz, die sich bereits bei ähnlich gelagerten Untersuchungen zeigte.

Symbolbild

Keine Befreiung vom Schwimmunterricht aus religiösen Gründen

Allein das Betreten des Schwimmbades sei eine "Todsünde". So argumentierten die Eltern dreier Kinder aus dem baden-württembergischen Landkreis Tuttlingen. Aus religiösen Gründen müssten ihre Kinder vom Schwimmunterricht befreit werden. Das hatte die zuständige Behörde abgelehnt. Dagegen zogen die Eltern vor das Verwaltungsgericht Freiburg. Erfolglos.

US-Außenministerium

Meldeportal für "antichristliche" Vorfälle

Manch einer fühlt sich an Dystopien wie "The Handmaid’s Tale" erinnert: Im US-Außenministerium sollen sich die Mitarbeiter jetzt gegenseitig anschwärzen – wegen "antichristlicher Voreingenommenheit". Während die Trump-Administration von einem Schutz der Religionsfreiheit spricht, warnt die Menschenrechtsorganisation Interfaith Alliance, dass die Verordnung in Wahrheit die Diskriminierung von marginalisierten Gruppen legitimiere.