Ausstellung

Otto Marseus van Schrieck - Waldboden mit blauen Winden und Kroete -1660

Das geheimnisvolle Leben zu unseren Füßen

Eine ultramarinblaue Libelle schießt über eine Smaragdeidechse hin. Eine Zornnatter schnappt nach einem Falter. Sie windet sich um eine Distel. Schmetterlinge umtanzen ein Alpenveilchen. All das ereignet sich auf einer "Landschaft mit Reptilien, Insekten, Alpenveilchen und Distel", einem Waldbodenstillleben, für die Otto Marseus van Schrieck schon im 17. Jahrhundert berühmt wurde. Eine Ausstellung des Malers zeigt das Staatliche Museum Schwerin.

Stadtrat Paul-Gerhard Weiß + Peter Menne

Vernissage mit Braunkohlegruben

Die Photoausstellung "Kohletagebau – Kulturlandschaft brachial" von Peter Menne wurde in der Stadtbibliothek Offenbach von Stadtrat Paul Gerhard Weiß eröffnet. Er lobte Mennes Beitrag zur "Route der Industriekultur" als ganz aktuellen in einem Umfeld, das sonst eher museal an Vergangenes erinnert. Der Künstler erläuterte, warum er die gar nicht schönen Mondlandschaften in den Blick genommen, wie er zu dem umweltpolitisch wichtigen Thema gefunden hat.

Kunstkälber

Einst Opfertier, heute agrarindustrielles Massenprodukt. Das Rindvieh hat in der Geschichte der Menschheit viele Rollen gespielt. Auf die verweist in multiplen Variationen die "Kalbsträgerin" der jungen serbischen Künstlerin Aleksandra Domanovič, geboren 1981 in Novi Sad, deren Ausstellung jetzt in der Bundeskunsthalle zu sehen ist.

Aliens wie du und ich

Am 29. Oktober wurde in der Bundeskunsthalle in Bonn die Ausstellung "Touchdown" eröffnet – eine Ausstellung mit und über Menschen mit Down-Syndrom. hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg sprach mit der Genetikerin Katja de Bragança. Sie ist eine der Kuratorinnen der Ausstellung, Leiterin des Forschungs-Projekts "Touchdown 21" und Gründerin der Zeitschrift "Ohrenkuss", in der seit knapp zwanzig Jahren Menschen mit und ohne Down-Syndrom gemeinsame Redaktionsarbeit machen.

Geehrt für Rettung von Flüchtlingen und Kriegsdokumentation

Das Kuratorium der Internationalen Liga für Menschenrechte e.V. hat beschlossen, in diesem Jahr SOS Méditerranée (Sitz Berlin) und Kai Wiedenhöfer (Berlin) für ihre Zivilcourage und ihren Einsatz für die Verwirklichung der Menschenrechte mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille 2016 auszuzeichnen. "Mit ihrem herausragenden Engagement lenken beide Ausgezeichneten den Blick der Öffentlichkeit auf die oftmals verzweifelte Lage von Geflüchteten und gleichermaßen auf die Ursachen von Flucht und Migration", so das Kuratorium in seiner Entscheidung.

Geschändete Grabstätte

Grabschändung und Körperverletzung

Der echte Oberbayer Wolfgang Sellinger straft das deutschlandweit bekannte Bild des klassischen Bayern Lügen. Nicht in jedem Punkt, aber in einem dafür umso deutlicher. Mit der die Bayern häufig noch heute kennzeichnenden Gottesfürchtigkeit ist es bei ihm nicht weit her.

Laas Koehler, Martina Diederich, Peter Menne (v.l.n.r.)

Picknick in der Galerie

Manche haben den Sommer vermißt – kein Wunder, der war diesen August nach Trier ausgewandert, mitten in die Galerie "KM9" hinein: Dort endete die Ausstellung von Peter Menne und Martina Diederich mit einem Picknick – in der Galerie drinnen! In ungezwungener Atmosphäre wurden die Werke der beiden Künstler von breitem Publikum diskutiert. Beide Künstler waren anwesend: Peter Menne, der Photograph, und Martina Diederich, die Malerin. Galerist Laas Koehler hatte drinnen Camping-Möbel aufgestellt und einen Picknick-Korb ausgepackt.

Wolfgang Sellinger

Aufruhr um einen Nicht-Friedfertigen

Im beschaulichen Eichstätt mit seinen ca. 14.000 Einwohnen ist der Galerist Wolfgang Sellinger bekannt wie ein bunter Hund. Der ehemalige Schuhhändler mischt sich grundsätzlich mit bunten großen Brillen, eleganten Hüten und insgesamt auffallend farbenfroh und elegant gekleidet unter die Menschen in der oberbayerischen Kleinstadt. Aber damit nicht genug. Seit einigen Jahren betreibt der umtriebige 68jährige Kaufmann mitten im Zentrum des katholischen Bischofssitzes eine Kunstgalerie der besonderen Art, wie sie es sicherlich in ganz Deutschland kein zweites Mal geben dürfte.