Religions- und Kirchenkritik

Die Verhaftung von Boualem Sansal: Ein Angriff auf die Meinungsfreiheit

Die Meinungsfreiheit ist in islamischen Staaten kein hohes Gut. Wer politische Machthaber oder religiöse Strukturen im Iran, in Ägypten oder in Saudi-Arabien kritisiert, muss mit schweren Konsequenzen rechnen, von langjährigen Haftstrafen bis hin zur Todesstrafe. Besonders Schriftsteller und Intellektuelle sind ein Dorn im Auge repressiver Regime, die sich vor allem vor der Macht des geschriebenen Wortes fürchten. Ein aktuelles und erschreckendes Beispiel liefert Algerien.

Hubertus Mynarek

Religion – ein transzendierender Vitalimpuls?

Am 7. September 2024 ist einer der wohl bedeutendsten Religionsphilosophen und Kirchenkritiker der Gegenwart, Hubertus Mynarek, im Alter von 95 Jahren von uns gegangen. Seine gehaltvollen Streitgespräche werden uns fehlen. Vermissen werden wir aber auch seine wissenschaftlichen Ratschläge und tiefschürfenden Anregungen bis hin zu den zahlreichen Veröffentlichungen, mit denen er den gesamten freigeistigen Raum positiv befruchtete.

Zum 100. Geburtstag von Karlheinz Deschner

Am 23. Mai wäre Karlheinz Deschner 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass widmet die MIZ das Titelthema von Heft 1/24 dem Kirchenkritiker, Literaten und Humanisten. Dabei geht es auch um die Wirkung, die Deschner im Leben der Menschen hinterlassen hat, die in ihm einen Wegbegleiter bei ihrer eigenen Emanzipation gesehen haben.

David Hume

Nichts als Krankheitsfantasien?

David Hume gilt gemeinhin als einer der größten Philosophen, die je gelebt hatten, und bei vielen Gelehrten als authentischste Stimme der Aufklärung. So war es Hume, der beispielsweise Immanuel Kant - wie dieser selbst bezeugt – aus dem "dogmatischen Schlummer" geweckt und dessen Untersuchungen "im Felde der spekulativen Philosophie eine ganz andere Richtung" gegeben hatte.

100 Jahre Karlheinz Deschner

Am 23. Mai 2024 jährt sich der Geburtstag von Karlheinz Deschner zum 100. Mal. Ein hervorragender Anlass, um an das Leben und Werk des Autors der "Kriminalgeschichte des Christentums" zu erinnern, der auch ein entscheidender Impulsgeber für die Gründung der Giordano-Bruno-Stiftung war.

"Wir mussten über Wochen und Monate nächtlichen Telefonterror ertragen"

Seine Karikaturen finden sich auf Flugblättern und Webseiten, viele kirchenkritische Veranstaltungen und Kampagnen der letzten Jahrzehnte hat er "ins Bild gesetzt": der langjährige Hauskarikaturist der MIZ Rolf Heinrich. Nun ist sein Buch "Kreuzschmerzen adieu!" erschienen, das Karikaturen aus den vergangenen 35 Jahren präsentiert. Der hpd sprach mit dem Zeichner über 35 Jahre künstlerisch-politischen Engagements.

Maryam Namazie und Richard Dawkins

"Es ist einfach zu sehen, warum die Menschen dachten, dass es einen Schöpfer geben muss"

Mit Standing Ovations wurde er begrüßt, der Stargast der Konferenz "Celebrating Dissent" in Köln. Würde man eine Umfrage unter Ex-Muslimen und Freidenkern aus aller Welt machen, könne man sicher darauf wetten, dass er die inspirierendste Person für alle sei, der Mann, der das öffentliche Verständnis von Wissenschaft, Vernunft und Atheismus entscheidend vorangebracht habe – mit diesen Worten empfing Maryam Namazie, Sprecherin des Council of Ex-Muslims of Britain, Richard Dawkins zu einem Interview auf der Bühne.

Die Wurzel des Problems

Jahrelang führte Salman Rushdie ein Leben unter Polizeischutz, weil eine islamische Fatwa zu seiner Tötung auffordert. Am vergangenen Freitag wurde der Autor während einer Veranstaltung attackiert und durch mehrere Messerstiche schwer verletzt. Die Wurzel des Problems ist das Negativ-Potential von Religion. Und ja, dieses Potential ist beim Islam derzeit ganz offensichtlich größer als bei anderen Religionen. Ein Kommentar von Daniela Wakonigg.