Wissenschaft

Menschenopfer

Die dunkle Seite der Religion

JENA. (mpg) Rituelle Menschenopfer spielten eine wichtige Rolle beim Aufbau hierarchischer Gesellschaften. Denn sie trugen entscheidend dazu bei, dass die sozialen Eliten ihre Macht über die unteren sozialen Schichten festigen und weiter ausbauen konnten. Das zeigt eine neue in Nature veröffentlichte Studie. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena, der Universität Auckland und der Viktoria Universität Wellington untersuchten dabei den Zusammenhang zwischen der Tötung von Menschen und wie ungleich oder hierarchisch eine Gesellschaft strukturiert war.

Rolf Bergmeier

Die Scharia Karls "des Großen"

BERLIN. (hpd) Nach zahlreichen Biografien, die 2014 anlässlich des 1200ten Todestages von Karl "dem Großen" publiziert wurden und die ohne Ausnahme Karl als den Mentor Europas in Szene setzen, nachdem Arte Karl kürzlich in einer opulenten dreiteiligen Fernsehserie zum "Kaiser Europas" gekürt hat, ist nunmehr eine Kritik in Gestalt einer "Korrektur eines Mythos" erschienen.

Von links nach rechts: Strukturmodelle der A-, B- und Z-DNA mit jeweils 12 Basenpaaren

Gene der Europäer stammen eher von Jägern als von Bauern

LEIPZIG. (mpg) Moderne Menschen haben sich im Laufe von vielen Tausend Jahren an ihre Umwelt angepasst. Doch wie genau verschiedene Varianten des Erbguts zu dieser Anpassung beigetragen haben, war lange umstritten. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben nun das Erbgut von Menschen analysiert, die vor 45.000 bis 7.000 Jahren gelebt haben.

Die Homininen aus Sima de los Huesos lebten vor ungefähr 400.000 Jahren während des Mittleren Pleistozäns.

Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien

LEIPZIG. (mpg) Frühere Untersuchungen des mütterlich vererbten mitochondrialen Genoms eines Hominiden aus der "Knochengrube" Sima de los Huesos aus dem Jahre 2013 hatten ergeben, dass die Mitochondriengenome dieser Frühmenschen entfernt mit denen der Denisova-Menschen verwandt waren, ausgestorbenen Verwandten des Neandertalers aus Asien. Dieses Ergebnis überraschte, denn äußerlich weisen die Fossilien einige Neandertaler-Merkmale auf. 

Trübes Wasser und der helle Klang des Geldes

BERLIN. (hpd) Wer einmal in die Verlegenheit kommt, sein Konto leer zu sehen und gleichzeitig unverfroren genug, um mit der Dummheit und der Gutgläubigkeit Dritter Geld zu verdienen, kann sich mit einer Hand voller wissenschaftlich klingender Worte und ein paar Flaschen Wasser das leere Konto wieder auffüllen.

Kohlmeise

Von wegen: eine Meise haben

BERLIN. (hpd) Forscher in Japan fanden es als Erste heraus. Bestätigung kam aus Uppsala und Zürich. Kohlmeisen verfügen über eine Syntax. Sie kombinieren Ruflaute, die je einzeln eine Bedeutung haben, miteinander und geben ihnen damit eine neue Bedeutung.

Orang-Utan-Dame im Berliner Zoo

Abholzung bedroht die Großen Menschenaffen

LEIPZIG. (mpg) Der Sumatra Orang-Utan, eine der zwei existierenden Orang-Utan-Arten, lebt ausschließlich im Norden der indonesischen Insel Sumatra und ist vom Aussterben bedroht. Gründe dafür sind Wilderei, Abholzung und die Umwandlung des Lebensraums dieser Menschenaffen in Ackerfläche. Ein internationales Forscherteam hat jetzt umfangreiche Datenerhebungen durchgeführt, um die Zahl der Sumatra Orang-Utans neu zu schätzen. Die Wissenschaftler haben dabei festgestellt, dass noch 14.600 Sumatra Orang-Utans in freier Wildbahn leben – 8.000 mehr als bisher gedacht.

Orang-Utans im Camp Leakey tragen ein "Gen-Cocktail" in sich, der in freier Wildbahn unter normalen Umständen nicht vorkommen würde.

Vermischung von Orang-Utan-Unterarten beunruhigt Forscher

LEIPZIG. (mpg) Weil ihre Lebensräume zunehmend zerstört werden, gelangen weltweit immer mehr vom Aussterben bedrohte Tierarten in Pflege- und Auffangstationen. Oberstes Ziel ist oft die Auswilderung und Integration der Tiere in frei lebende Populationen. In einer neuen Studie warnen Graham L. Banes und Linda Vigilant vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig davor, dass es dabei unter Umständen zu einer ungewollten Einschleppung von nicht einheimischen Unterarten kommen kann.

Der religiöse (Anti-) Gender-Wahn

BERLIN. (hpd) Im Vorfeld der Erstellung des neuen Bildungsplanes 2015 durch die grün-rote Landesregierung Baden-Württemberg startete der Realschullehrer Gabriel Stängle eine Petition mit dem Titel "Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens". Die Petition richtete sich gegen ein Leitprinzip des Bildungsplans, das "Akzeptanz sexueller Vielfalt" vorsah. Die Petition forderte den "Stopp der Aushöhlung des Elternrechts in der schulischen Sexualpädagogik" und das "uneingeschränkte Ja zum Wissenschaftsprinzip in Schule, Unterricht und Lehrerbildung".