Wissenschaft

Terrorismusforschung: "Wir tappen immer noch im Dunkeln“

BERLIN. (mpg) Carolin Görzig baut seit August 2015 eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut (MPI) für ethnologische Forschung in Halle auf. Sie will besser verstehen, wie Terrororganisationen aus ihren Fehlern und Erfolgen lernen und welche Auswirkungen dies auf deren taktischen, operativen und strategischen Entscheidungen hat. Das MPI sprach mit ihr über das Forschungsvorhaben, die Feldforschung und die Schwierigkeit, mit Terroristen in Kontakt zu treten.

Thomas Nagel an der New York University

Lässt sich die Welt ohne Bewusstsein denken?

BERLIN. (hpd) In weniger als drei Jahren zum Klassiker geworden: "Geist und Kosmos. Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist” gibt es nun bei Suhrkamp in der Taschenbuch-Wissenschaft-Reihe wie gemacht fürs Proseminar. In der Tat gibt es Bücher, um die man schwer herumkommt. Redlichkeit kann ein guter Grund dafür sein. Darin ist dieses Buch bestimmt beispielhaft. Doch hat es auch recht?

Feedback

BERLIN. (hpd) "Feedback” heißt das neue Buch von Jürgen Beetz. Darin erklärt er, wie Rückkopplung unser Leben bestimmt und Natur, Technik, Gesellschaft und Wirtschaft beherrscht. Was das genau bedeutet, ob damit die Weltformel gefunden ist und welche weltanschaulichen Konsequenzen diese Perspektive mit sich bringt, darüber sprach hpd mit dem Autor.

Auch bei Freundschaften unter Schimpansen spielt Vertrauen eine wichtige Rolle.

Freundschaften zwischen Schimpansen basieren auf Vertrauen

LEIPZIG. (mpg) Dass eine echte Freundschaft unter Menschen sich durch gegenseitiges Vertrauen auszeichnet, scheint uns selbstverständlich. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben jetzt herausgefunden, dass dies auch auf befreundete Schimpansen zutrifft. Auf Vertrauen basierende Freundschaften scheinen also im Laufe der Evolution sehr viel früher entstanden zu sein, als bisher angenommen, und sind kein Alleinstellungsmerkmal des Menschen.

Der Diktator als zentraler Machtfaktor

BONN. (hpd) Der Historiker Peter Longerich legt mit "Hitler. Biographie” eine neue voluminöse Darstellung zu dem Diktator vor, wobei er dessen Bedeutung als Zentrum der Geschichte des Nationalsozialismus betont. Es handelt sich um eine imposante Forschungsleistung, wobei die Deutung in der Abgrenzung zu manchen anderen Ansätzen lediglich in Nuancierung besteht, aber in besonderer Schärfe betont wird.

Helge Bergmann

Esoterisches Wasser als Lifestyleprodukt

BERLIN. (hpd) Es ist unser wichtigstes Grundnahrungsmittel: Wasser. Obwohl in Mitteleuropa die allermeisten Menschen Zugang zu frischem, sauberem Wasser haben, ist in den letzten Jahren ein Markt für "noch besseres” Wasser entstanden. Der Chemiker Helge Bergmann hat diesen in seinem neuen Buch unter die Lupe genommen.

Keine stille Nacht

SEEWIESEN. (mpg) Fledermäuse orientieren sich im Flug akustisch durch Echoortungslaute und nutzen diese auch meistens zur Nahrungssuche. Wie die Tiere mit Beeinträchtigungen durch Umgebungslärm umgehen, fand nun ein Team von Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Ornithologie Seewiesen und der Ludwig-Maximilians-Universität München heraus.

Basstölpel

Chorgesang und Echolot – warum sie singen

BERLIN. (hpd) Vögel und Menschen haben einiges gemeinsam. Sie verlassen sich am meisten auf ihren Sehsinn und den zu hören. Sie sind meistens sehr soziale Wesen, und 90 Prozent aller Vogelarten leben monogam. Das Verhalten wird bestimmt durch das, was die Sinne vermitteln. "Die Sinne der Vögel oder Wie es ist, ein Vogel zu sein" betitelt der Verhaltensforscher Tim Birkhead sein Buch, Frucht eines ganzen Forscherlebens.

Mit HI-Viren (gelb) infizierte T-Zelle (blau) des Immunsystems.

Evolution im Zeitraffer

TÜBINGEN. (mpg) HIV wandelt sich rasant und bildet nach einer Infektion unzählige Virus-Varianten. Wissenschaftler aus der Arbeitsgruppe von Richard Neher vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben in Kooperation mit Arbeitsgruppen aus Stockholm die Evolution von HI-Viren in mehreren Patienten über einige Jahre analysiert. Diese Berechnungen erlauben nicht nur Rückschlüsse auf die Evolution von Organismen, sondern könnten auch bei der Impfstoffentwicklung hilfreich sein.