Lutz Homann (nicht überprüft)

Mi. 8 Jul 2026 - 12:38

Mindestens die ersten beiden Absätze im vorliegenden Artikel sind höflich formuliert Unfug:
"wobei gerade bei trans-Personen ein männlicher Gametentyp mit einem klar weiblichem Phänotyp verbunden sein kann und umgekehrt."
Ganz sicher nicht. Ein Phänotyp umfasst alle Merkmale eines Individuums, nicht nur die sichtbaren. Und trotz Überlappung vieler Merkmalsausprägungen, lassen sich doch deutliche anatomische, physiologische und endokrinologische Unterschiede (die berühmte bimodale Verteilung) zwischen den beiden Geschlechter konstatieren. "Habitus" würde also deutlich besser passen, wobei beide Begriffe in der Biologie zwar Umwelteinflüsse einschliessen, diese aber vor dem Hintergrund des Genotyps. Die körpermodifizierenden Massnahmen während einer Transition (die übrigens durchgeführt werden, weil Menschen mit Geschlechtsdysphorie ihren eigenen "Phänotyp" ablehnen und sie einen anderen nicht haben, sondern haben wollen) sind mit viel gutem Willen zwar als Umwelteinflüsse zu betrachten, ganz sicher aber nicht vor einem genotypischen Hintergrund. Mithin ist Transgeschlechtlichkeit in Bezug auf einen Phänotyp oder Habitus eindeutig künstlich, nicht biologisch. Eine korrekte Formulierung wäre also: eine Transperson hat nach Transition den scheinbaren Habitus des Gegengeschlechts.

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