Iran

Solidaritätskundgebung für die Proteste im Iran

Iran

Die Würde der Frauen ist antastbar

Als sich Anfang November eine junge Studentin in Teheran bis auf die Unterwäsche entblößte, löste das nicht nur ein internationales Medienecho aus. Sondern es machte den kaum mehr wahrgenommenen Kampf um die Gleichberechtigung im Iran wieder sichtbar. Denn nach dem gewaltsamen Tod von Zhina Mahsa Amini im Herbst 2022 widersetzen sich vermehrt gebildete Frauen den restriktiven Vorschriften des Mullah-Regimes.

Ausstellung in Köln zeigte den Terror im Iran

"Erinnerungen, die bleiben"

"Erinnerungen, die bleiben" – unter diesem Titel wurden an drei Tagen am vergangenen Wochenende Zeitdokumente von Opfern der Islamischen Republik Iran im Kulturbunker Köln-Mülheim der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Organisiert und kuratiert war die Ausstellung von Familien der Getöteten, dem Kölner Kollektiv "free.human" und der Menschenrechtsorganisation HÁWAR.help.

Eingang zum Evin-Gefängnis

Iran

Brief aus dem Gefängnis gegen die Todesstrafe

Weibliche politische Gefangene des Evin-Gefängnisses in Teheran wenden sich mit einem Offenen Brief aus dem Gefängnis an die Öffentlichkeit und rufen Menschen in Iran und weltweit auf, sich gegen die Todesstrafe zu erheben. Anlass ist das Todesurteil gegen eine weibliche politische Gefangene, die ebenfalls im Evin inhaftiert ist: die Aktivistin Varishe Moradi.

Interview

"Wenn der Name Jina Mahsa Amini gerufen wird, fängt das iranische Regime an zu zittern"

Am Montag jährte sich der Todestag der Iranerin Jina Mahsa Amini zum zweiten Mal. Die junge Frau fiel wohl der iranischen Sittenpolizei zum Opfer, weil sie ihr Kopftuch nicht vorschriftsgemäß getragen haben soll. Anlässlich dessen fanden weltweit Gedenkveranstaltungen statt, so auch in Hamburg. Der hpd sprach mit Hourvash Pourkian vom Verein Kulturbrücke Hamburg.

Gegendemonstration in Berlin

Dem Mullah-Regime erfolgreich die Stirn geboten

Am vergangenen Samstag fand vor dem Bundeskanzleramt in Berlin eine Kundgebung statt, gegen eine Demonstration gegen das Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH). Die OrganisatorInnen zeigten sich zufrieden: "Das IZH-Regime wurde durch die Gegendemonstration sicherlich hart getroffen", ist man überzeugt.

Die nun geschlossene "Blaue Moschee" in Hamburg

Vorschlag für Zukunft der Blauen Moschee: Ein "Jina-Mahsa-Amini-Zentrum"

Am Mittwoch vergangener Woche wurde die Imam-Ali-Moschee ("Blaue Moschee") des Islamischen Zentrums Hamburg geschlossen und der Moschee-Verein durch das Bundesinnenministerium verboten. Ein Konzept für eine künftige Nutzung des beschlagnahmten Gebäudes schlagen Necla Kelek und Reza Alipour (Verein Säkularer Islam Hamburg), Hourvash Pourkian (Kulturbrücke Hamburg), Ali Ertan Toprak (Kurdische Gemeinde Deutschland) und Ulrike Becker (Mideast Freedom Forum Berlin) in einer gemeinsamen Pressemitteilung vor.

Zur Wahl im Iran am vergangenen Freitag

Wen schützt die deutsche Polizei?

Freitag war ein wichtiger Tag für die Islamische Republik Iran. Nicht, dass wir uns missverstehen – es war kein guter Tag für die iranische Bevölkerung, sondern für das islamistische Regime, das einzig und allein an seiner Erhaltung interessiert ist, egal zu welchem Preis. Und einen Preis zahlt das Regime besonders gerne: das Leben all jener, die das Regime ablehnen.