Missbrauch

Sägen an der "Langen Bank des Missbrauchsskandals"

Doch nichts Neues bei der Missbrauchsentschädigung

Bischof Bätzing: "Ein 'nur' kann ich hier wirklich nicht sehen"

Das von Bischof Ackermann angekündigte "für alle zufriedenstellende Ergebnis" entpuppte sich bei der Abschlusspressekonferenz der Bischofskonferenz dann doch wieder als das Übliche: Das Nötigste, Unvermeidliche, verkündet wie immer im Brustton moralischer Überlegenheit. Das zog einige kritische Journalistenfragen nach sich und die enttäuschte Reaktion der Betroffenen ließ nicht lange auf sich warten.

David Farago im Gespräch mit dem DBK-Missbrauchsbeauftragten

In persönlichem Gespräch während der Bischofskonferenz:

DBK-Missbrauchsbeauftragter stellt zeitnahe Fortschritte in Aussicht

Derzeit tagt die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) in Fulda. Die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) ist mit der Kunstinstallation "Die Lange Bank des Missbrauchsskandals" vor Ort, um auf die noch immer unzureichende Aufarbeitung der Fälle sexueller Gewalt gegen Kinder in der katholischen Kirche hinzuweisen. Gestern kam es zu einer bemerkenswerten Begegnung vor dem Dom.

Kloster (Symbolbild)

Betroffenenorganisation "Eckiger Tisch":

Staatliche Untersuchungskommission zum kirchlichen Missbrauchsskandal gefordert

Die Zeit des Versteckspielens ist vorbei − auch für die katholischen Ordensgemeinschaften in Deutschland. Es ist Zeit für eine staatliche Untersuchungskommission. Die Orden müssen sich bereit erklären, an der Aufklärung und Aufarbeitung der dunklen Aspekte ihrer Vergangenheit mitzuwirken. Sollten sie sich einer Aufklärung verweigern, müsste ihnen der Status von Körperschaften öffentlichen Rechts entzogen werden.

Vertreter der Betroffenenvereinigung "Eckiger Tisch"

Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche

Mahnende Aktionen zur Bischofskonferenz

Heute beginnt die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Fulda. Die dreitägige Zusammenkunft der katholischen Würdenträger wird kritisch begleitet von Betroffenengruppen des sexuellen Missbrauchs in der Kirche. Auch die Giordano-Bruno-Stiftung ist ab heute mit einer Kunstaktion vor Ort.

Vorstellung eines Dämons

Pfarrer in den USA vor Gericht

Dämonenaustreibung durch Oralsex

Ein presbyterianischer Pastor im US-Bundesstaat New Jersey wurde von vier Personen angezeigt, weil er sie bei einer angeblichen Dämonenaustreibung sexuell missbraucht haben soll: Er gab vor, böse Mächte durch einen Blowjob auszusaugen.

Brasilien

Religiöser Mob will Zehnjährige an Abtreibung hindern

In Brasilien blockierten gewalttätige "Lebensschützer" stundenlang den Eingang eines Krankenhauses, in dem eine missbrauchte Zehnjährige eine Abtreibung durchführen lassen wollte. Versteckt im Kofferraum eines Fahrzeugs musste das Mädchen in die Klinik geschmuggelt werden, um sich diesem nach brasilianischem Gesetz völlig legalen Eingriff unterziehen zu können.

Bayern: Ermittlungen zum Missbrauch nur mit Material der Kirche

Vollständig auf Institution verlassen, die vertuscht hat

Die Zahlen der Missbrauchsstudie der Katholischen Kirche sind erschütternd: 1.670 katholische Geistliche in Deutschland wurden beschuldigt, über Jahrzehnte hinweg mehr als 3.600 Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht zu haben. Dennoch wurden nur wenige Täter angeklagt und verurteilt.

Wie steht es mit der Missbrauchsaufarbeitung in der evangelischen Kirche?

Die evangelische Kirche hat eine Aufarbeitungsstudie zum Thema Missbrauch angekündigt, die Ursachen, Spezifika und bestehende Risikofaktoren aufklären soll. Dafür sind drei Jahre veranschlagt. Der Anti-Kindesmissbrauchs-Beauftragte der Bundesregierung äußerte sich derweil kritisch zum Aufarbeitungsprozess der Protestanten und sieht die katholische Kirche in einer "Vorreiterrolle". Schwer tun sich beide Kirchen beim Thema Entschädigung.

Petersplatz

Missbrauchsskandal

Der Vatikan pflegt seine Paralleljustiz

Die katholische Kirche hat eine Handreichung zum künftigen Umgang mit Missbrauchsfällen herausgegeben. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass der Vatikan den Kern des Problems noch immer nicht erfasst hat und doch wieder nur versucht, das strukturelle Problem Missbrauch mit ebendiesen Strukturen zu beheben. Eine kritische Analyse.

Missbrauch auch im Paradies.

Fidschi: Ein Refugium für pädophile Priester?

Mit einer Drohung gegen Unbekannt reagiert die katholische Kirche in Fidschi auf Missbrauchsvorwürfe gegenüber Priestern, Lehrern und Ordensbrüdern. Peter Loy Chong, der als Erzbischof von Suva das höchste katholische Kirchenamt des Inselstaats innehat, kündige an, derartige Beschuldigungen würden innerhalb der Kirche verfolgt und der Polizei mitgeteilt.